Torschützenkönig! Na und?

Als Ende Mai der Transfermarkt so langsam in Schwung kam und gerade für die vorderste Reihe Spieler gesucht wurden, hatte ich mal kurzerhand die Torjäger von zwei-, dritt- und viertklassigen internationalen Ligen aufgelistet. Quasi als kompakter Überblick für die Manager dieser Welt, um noch schnell ein Schnäppchen mit dem Torjäger der Zukunft zu machen.

Etwas mehr als drei Monate später sieht das Resultat ernüchternd aus. Nur fünf von 23 Torjägern haben in diesem Transferfenster den Verein gewechselt.

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RB Notts County

Das fehlt vielleicht noch, dass der Getränkehersteller Red Bull sich auch noch in einen englischen Verein einkauft. Wenn man sich allerdings die Ereignisse der letzten Tage (und Wochen) beim Viertligisten Notts County anschaut, könnte man vermuten, dass Red Bull schon seine Hände im Spiel hat. Wie in Salzburg oder neuerdings nahe Leipzig.

Zuerst verpflichtete der älteste Club der Insel Trainerguru Sven-Göran Eriksson. Später stieß Sol Campbell dazu. Der 34-jährige Innenverteidiger ist noch immer als Nationalspieler und Arsenal-Ikone in den Köpfen der Fußballfans. Mit Kasper Schmeichel (22) steht der Sohn der Torhüterlegende Peter zwischen den Pfosten. Das hat sich bisher schon ganz gut bezahlt gemacht. Mit drei Siegen und zwei Niederlagen ist Notts County in die League Two-Saison gestartet. Platz fünf steht damit vorläufig zu Buche. Damit ist der letztjährige Tabellen-Neunzehnte im Soll und befindet sich aktuell auf einem Playoff-Platz.

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Drittes Eigentor, dritte Niederlage

Was soll man sagen. 1:3 in Hamburg. Mein Tipp. Da kann ich normal nicht meckern. Das war einkalkuliert. Wenn dann wenigstens die Einstellung gestimmt hätte. Hat sie aber nicht. Köln zog sich weit zurück. Verständlich. Gerade in der Anfangsphase, wo man ja eigentlich weiß, dass die Hamburger zuletzt fulimant gestartet sind und das schnelle Tor suchen. Da muss erstmal die null stehen. Ist OK, mecker ich nicht. Unverständlich, dass dem HSV da relativ wenig einfällt und gerade ein Elia gar nicht so aufdreht, wie es befürchtet hatte. Gut für uns. Das ist halt unsere Taktik. Gegen einen starken, fast übermächtigen Gegner zuerst die Defensive stärken und dann nur vereinzelt die Flucht in einen Konter setzen. Nicht schlimm. Unverständlich dann aber, wenn der Trainer nach Spielende spricht und sagt: „Meine Mannschaft war zu ängstlich.“

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Robben ist nicht der Letzte

Louis van Gaal hat klare Vorstellung. Dem Holländer liegt es im Blut, dass seine Mannschaft idealerweise im 4-3-3 auflaufen muss. Bisher fehlte ihm das passende Personal, wie er stets betonte, weswegen er auf ein anderes System umstellen musste. Vorübergehend. Irgendwann soll der FC Bayern München durchaus im 4-3-3 auflaufen.

Dafür müssen dann aber noch mehr Plastellen besetzt werden. Nimmt man das aktuelle Personal, könnte sich folgende 4-3-3-Formation herausbilden (wobei vG’s eigen initierte Neuverpflichtungen Priorität besitzen).

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Wer kommt denn nun noch?

Es geht auf die Transferzielgerade. Bis Montag können noch neue Spieler an Land gezogen werden. Auch der 1. FC Köln sucht noch. Doch die gehandelten Spieler kommen und gehen auch wieder.

Zuletzt Tuncay, bei dem es schon richtig gut aussah. Ümit Özat bekräftigte, dass der türkische Stürmer zum FC will. Doch mittlerweile hat er bei Stoke City unterschrieben. Wie im Übrigen auch Huth, der in Deutschland glaube ich nirgends gehandelt wurde.

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Heimspiel in Hamburg

Es ist jedes Jahr eines der (leider) wenigen Highlights des Jahres. Wenn man in Hamburg wohnt, aber zum 1. FC Köln hält, bleibt die Spielbeobachtung größtenteils auf Fernsehbilder, Internetvideos und geschriebenen Texten beschränkt. Circa zwei Mal geht’s mit dem Bummelzug gen Köln, um wenigstens ein kleines bisschen Livefußballluft der Geißböcke zu schnuppern. Alles andere ist auch immer eine Zeit- und Kostenfrage. Umso schöner, wenn der FC einmal des Jahres zu mir kommt und nicht anders herum.

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Von Emotionen gepackt

Es müsste mir fast peinlich sein. Ist es aber nicht. Denn das gehört dazu. Sobald ich auf der Tribüne stehe, bin ich in einer anderen Welt. Aus einem sonst vielleicht recht ruhigen wird wie auf Knopfdruck ein lauter pöbeliger Mensch. Ein Typ, der dicht gedrängt steht und lauthals schreit und flucht und feiert und verzweifelt. Ein Fußballfan, der alles besser sieht und weiß. Jemand, der „den da unten“ überlegen ist. Der besser flanken und grätschen kann und ohnehin jede Situation besser antizipiert und erkennt.

Nur leider stimmen die Eindrücke im Stadion nur selten mit der Realität überein.

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Auch der Kicker schwächelt

Nicht nur Sky sorgt aktuell für Unmut. Letzte Woche bekam ich übrigens mal wieder einen abendlichen Anruf, ob ich nicht Sky buchen möchte, da ja mein Premiere-Abo ausläuft. Nach einem Nein und einem „ist mir zu teuer“, kam abermals ein „OK, Danke!“. Kein verbessertes Angebot, das ich im Übrigen ohnehin ablehnen würde, da ich den Spaß am Livefußball zurück gewonnen habe. Sei es „nur“ bei den Amateuren, oder wie am Samstag im Millerntor oder nächstes Wochenende (wenn auch am Sonntag) in der Noch-HSH-Nordbank-Arena. Ich brauche gar kein Pay-TV mehr, da die Sportschau , Radio und andere nachträgliche frei erhältliche und gleichfalls legale Angebote.

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