RB Notts County

Das fehlt vielleicht noch, dass der Getränkehersteller Red Bull sich auch noch in einen englischen Verein einkauft. Wenn man sich allerdings die Ereignisse der letzten Tage (und Wochen) beim Viertligisten Notts County anschaut, könnte man vermuten, dass Red Bull schon seine Hände im Spiel hat. Wie in Salzburg oder neuerdings nahe Leipzig.

Zuerst verpflichtete der älteste Club der Insel Trainerguru Sven-Göran Eriksson. Später stieß Sol Campbell dazu. Der 34-jährige Innenverteidiger ist noch immer als Nationalspieler und Arsenal-Ikone in den Köpfen der Fußballfans. Mit Kasper Schmeichel (22) steht der Sohn der Torhüterlegende Peter zwischen den Pfosten. Das hat sich bisher schon ganz gut bezahlt gemacht. Mit drei Siegen und zwei Niederlagen ist Notts County in die League Two-Saison gestartet. Platz fünf steht damit vorläufig zu Buche. Damit ist der letztjährige Tabellen-Neunzehnte im Soll und befindet sich aktuell auf einem Playoff-Platz.

Doch damit nicht genug. Notts County will nicht einfach nur aufsteigen, sondern den Aufstieg in überragender Manier bewältigen. Also nicht über den Umweg Playoffrunde, sondern als einer der drei festen Aufsteiger. Idealerweise als Meister. Deshalb brodelt auch dort die Gerüchteküche und bringt glanzvolle Namen hervor. Natürlich den Kontakten von Eriksson geschuldet. Ljungberg wird ebenso genannt, wie Vieri und Figo. Was dran ist, weiß keiner. Schließlich kochen englische Blätter gern mit übertriebenen Meldungen. Aber spätestens seit dem Campbell-Deal wird klar, dass Notts County für alternde Stars durchaus eine Alternative ist.

Gerade aus deutscher Sicht werden da natürlich schnell Erinnerungen an RB Leipzig wach. Nur, dass in Markranstädt nicht die Tradition eines Notts County vorliegt. Aber auch dort sorgen wenige Personen für große Visionen und einen kompletten Umbruch. Ohne die finanzielle Unterstützung von Red Bull hätte sich der Oberligist keinen Neuhaus, Hertzsch, Lars Müller, Kujat, Kläsener, Lechl, Rosin oder Bick sichern können.

Deshalb würde es mich kaum überraschen, wenn bei Notts County demnächst nicht nur die Kontakte des Trainers für neues Personal sorgen, sondern auch ein finanzkräftiger Sponsor. Sei es nun Red Bull oder sonst wär. Gut angelegtes Geld wäre es schon jetzt allemal.

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