— Kapitel 4 —

Friedlich lag Jody in ihrem Zelt. Eingemummelt in den Schlafsack hatte sie es sich auf dem Moos gemütlich gemacht. Schlief tief und fest. Ihre Träume kreisten um die Tiere des Waldes, um die Pflanzen, die Natur – immer seltener holten sie Bilder der Vergangenheit ein. Sie war froh. Ja, bald hatte sie das alte Leben hinter sich gelassen. In absehbarer zeit würde sie wieder arbeiten. Voller Elan. Mit einem strahlenden Gesicht. Irgendwie, irgendwo. Doch schlagartig …

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— Kapitel 3 —

Als die Sonne schon hoch am Himmel stand erwachte Jody. Lichtstrahlen streichelten ihr Gesicht und wärmten ihren Körper. Die letzten Nebelschwaden hatten sich gerade verzogen und die Vögel waren erwacht. Vogelgezwitscher. Die Tierchen gaben ihr ein liebliches Konzert. Fröhlich flatterten sie durch die Lüfte. Jagten sich zwischen den Baumkronen und erfreuten sich gemeinsam über den Tag. Rehe hüpften durch den leicht gelben Blätterwald., blieben immer wieder mal stehen, schauten zu ihr herüber und zogen weiter. …

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— Kapitel 2 —

Erst im Morgengrauen kehrte Jody in ihr Lager zurück. Sie hatte noch eine zeitlang am Rande der Lichtung gesessen. In sich gesackt, das Gesicht in den Händen gebohrt, leise schluchzend. Sie war geschafft und verzweifelt. War das wirklich der Mann, für den ich ihn gehalten hatte? Wo kam er so plötzlich her? Wie ist das möglich? Das geht doch eigentlich nicht. Nein, er kann es nicht gewesen sein! Aber er sah ihm doch so verdammt …

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— Kapitel 1 —

Ein schrilles Kreischen durchzuckt die Nacht. Ein Schrei – irgendwie fern und trotzdem nah. Undefinierbar leise und doch klar und verständlich. Dazwischen immer wieder ein Lachen. Dieses fieses Lachen, wie es jeder aus alten Filmen kennt, wenn der ’Joker’ wieder mal einen durchtriebenen Plan ausgeheckt hat. Dieses kalte Lachen. Dieses befriedigte. Dieses quälende Gelächter, wenn jemand einem anderen Schmerz zuführt, und sich daran ergötzt. Und dann wieder Schreie. Todesschreie. Erst Schreie voller Qual und Pein, …

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Getragen von Musik

Die Menschenmenge schnlendert dahin nein, sie tanzt sogar nur jeder einzelne im anderen Takt voneinander unabhängig abgestöpselt – auf ihrem eigenen Konzert vor dem (oder als der) Künstler in ihrem Ohr die Finger geben den Takt die Lippen singen leise mit vor den Augen karaokegleich der Text sie ziehen an dir vorbei getragen von der Musik und vor der Brust baumelt der MP3-Player (eingereicht und angenommen beim Lyrikwettbewerb von der Nationalbibliothek deutschsprachiger Gedichte)

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Tu etwas! (Sei ein Drachentöter, denn Drachen leben zeitlos)

Die Drachentöter satteln ihre Pferde. Es gibt viele Drachen, wie die Geschichte uns lehrte. Sie nehmen ihre Rüstung, schleifen ihr Schwert. Zu leben sind es die Drachen nicht wert. Sie spucken Feuer und verbreiten Furcht. Die Drachentöter kommen, also seid beruhigt. Sie spitzen die Krallen und fletschen die Zähne. Sie zermalmen alles, diese und jene. Ohne Sinn und Ziel ziehen sie durch die Welt. Haben Kraft und Macht, und wollen dein Geld. Nur Drachentöter halten …

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Wolkentrio

Sie gleiten dahin schweigende Kissen aber alles andere als leise Vorboten des Gewitters spenden Schattenfelder lassen dich zittern Durchnässen deine Kleidung weiße Schäfchen graue Hunde Schwarze Ungeheuer

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Ein grauer Schleier

Hat sich auf uns gelegt und den Sommer hinfort gefegt. Hängt tief, erdrückt mich fast, wird zur schwersten Vorwinterlast. Als Kontrast zum bunten Blatt, er den Himmel angemalt hat. Versperrt die Sicht zum strahlenden Licht. Lässt die Lider schwerer werden, macht uns träge hier auf Erden. Wiegt uns in den Winterschlaf, wir gehorchen gähnend brav. Ein grauer Schleier schlägt mich nieder, ich hasse ihn, doch er kommt wieder…

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