Daum versus Soldo versus Mister X

In den Kommentaren beim vierten Offiziellen hat sich eine kleine Diskussion zwischen smokey und mir entwickelt. Thema – natürlich! – die aktuelle Lage des 1. FC Köln. Dabei geht es um die Leistungen des FC und die Zukunft. Dabei stimmen wir – und sicher auch der Großteil der FC-Anhänger – in dem Punkt überein, dass wir einfach nicht zufrieden sein können.

Die parallelen Recherchen haben eine gewisse Fülle angenommen, die für die Kommentare gar nicht mehr ausreichen. Deshalb widme ich mich hier nochmal ausführlich der Thematik.

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Wo ist die Konstanz?

Ganz ehrlich, was soll man nach so einem Spiel schreiben?

Der 1. FC Köln hat einmal mehr vor eigenem Publikum keine überzeugende Leistung abgerufen. Abrufen können. Irgendwie scheinen die Spieler zu verkrampfen, wenn sie die Choreo ihrer Anhänger sieht. Trotz eines 5:1 im Rücken und dem Tabellenletzten vor der Brust, gelingt es dieser Mannschaft nicht, hinten sicher zu stehen und vorne eiskalt zu knipsen.

Stattdessen vergeben wir vorne die ersten Chancen, ziehen uns dann verunsichert zurück und patzen defensiv so dermaßen, dass der Gegner fast nur noch einschieben muss.

Berlin hat clever gespielt. Der gesamte Druck lastete auf den Hauptstädtern und wie sie diesen aktuell trotzen ist beeindruckend. Da ziehe ich meinen Hut. Eigentlich schon abgeschrieben und nun doch mit kleinen Chancen. Vor allem beweisen sie, dass sie mehr als nur mithalten können. Die Saison haben sie vorher verloren. Im Gegensatz zum FC, der die Spielzeit im Schlussspurt verlieren kann. Oder aber noch richtig retten.

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Berlin hat Moral. Köln auch!

Ich verziehe mich mal ein paar Tage und spanne in Paris aus. Ohne Fußball. Ohne Internet. Auch mal nett.

Deshalb schon heute eine Vorschau, da ich über Ostern dazu sicherlich auch keine Zeit finden werde. Das Interview mit einem Gegner-Blogger fällt demnach auch flach.

Gegen Hannover hat der Eff Zeh Klasse gezeigt und einen desolaten Gegner auseinander genommen. Das war gut, aber so wird es nicht weiter zu gehen. Denn Berlin hat Lunte gerochen und hofft noch auf den Klassenerhalt, obwohl es aussichtslos erscheint. Während 96 den Abstiegskampf entweder noch nicht verinnerlicht hat oder sich schon aufgibt, hält BSC am letzten Strohhalm fest. Das bewiesen sie eindrucksvoll in Wolfsburg und am Wochenende auch gegen Dortmund, wo sie den Sieg verdient gehabt hätten. So ein „Zwei-Punkte-Verlust“ kann eine Mannschaft runterziehen, aber auch gleichzeitig aufrichten. Denn der Gegner war schließlich kein Geringerer, als ein Europa League-Aspirant, der zuletzt mehr als überzeugt hat.

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Felix fuchst sich an die Spitze

Wenn der Herr Magath so in die Kamera grinst und sein schelmischstes Lächeln aufsetzt, könnte man meinen, dass er alles von langer Hand geplant hat. Seine Meisterschaft mit Wolfsburg, sein Wechsel nach Schalke und die direkte Titelverteidigung. Auch, wenn er es nie sagen würde, aber so selbstverständlich sieht man seine Mannen mittlerweile mitten im Kampf um die Meisterschaft.

Wie so ein Erfolg schlussendlich zu Stande kommt, ist egal. Danach fragt am Ende keine mehr.

Stattdessen wird sich Louis van Gaal fragen lassen, warum er nicht lernfähig ist.

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Das war der erste Streich

Ich musste mir schon die Augen reiben, ähh die Ohren putzen. Nach fünf Stunden Kellerputzen hatte ich es mir auf der Couch gemütlich gemacht, um rechtzeitig 15:30 90elf zu lauschen. Ich hatte mich auf einen – aus Kölner Sicht – ruhigen Nachmittag eingestellt. Ein holpriges Spiel. Wenig Akzente. Ein Tor vielleicht. Ergo nebenbei ein wenig im Internet rumdaddeln und schreiben. Doch dafür blieb wenig Zeit.

Der FC bewies gegen Hannover, wozu die Mannschaft in der Lage ist. Sicherlich war 96 kein Gradmesser und erschreckend schwach. Aber wie Köln aufgetreten ist, das konnte sich sehen lassen. Nicht mutlos, nicht gehemmt, nicht defensiv. Eher mit Druck, Moral und offensivem Mut. Alles voran Zoran Tosic bewies, warum er im Winter geholt wurde, wirft aber auch die Frage auf, warum Soldo ihn bisher so selten brachte. Mit technischer Klasse und guter Ballkontrolle in hohem Tempo sorgte er für den ersten Torjubel. Da wollte ich schon bei Twitter schreiben: „Das war das Tor des Tages.“

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