Das war der erste Streich

Hannover 1 Cherundolo 81
Köln 4 Tosic 12, 71

Petit, 20

Novakovic, 28

Ich musste mir schon die Augen reiben, ähh die Ohren putzen. Nach fünf Stunden Kellerputzen hatte ich es mir auf der Couch gemütlich gemacht, um rechtzeitig 15:30 90elf zu lauschen. Ich hatte mich auf einen – aus Kölner Sicht – ruhigen Nachmittag eingestellt. Ein holpriges Spiel. Wenig Akzente. Ein Tor vielleicht. Ergo nebenbei ein wenig im Internet rumdaddeln und schreiben. Doch dafür blieb wenig Zeit.

Der FC bewies gegen Hannover, wozu die Mannschaft in der Lage ist. Sicherlich war 96 kein Gradmesser und erschreckend schwach. Aber wie Köln aufgetreten ist, das konnte sich sehen lassen. Nicht mutlos, nicht gehemmt, nicht defensiv. Eher mit Druck, Moral und offensivem Mut. Alles voran Zoran Tosic bewies, warum er im Winter geholt wurde, wirft aber auch die Frage auf, warum Soldo ihn bisher so selten brachte. Mit technischer Klasse und guter Ballkontrolle in hohem Tempo sorgte er für den ersten Torjubel. Da wollte ich schon bei Twitter schreiben: „Das war das Tor des Tages.“

Doch Köln machte weiter und nach guter Vorarbeit von Maniche zog dessen Landsmann Petit ab und erhöhte auf 2:0. Hannover war gebrochen uns sackte danach förmlich zusammen. Spätestens nach dem Elfer von Novakovic war die Geschichte gegessen. Erst recht da dieser Elfmeter doppelt bitter zu werden schien. Nach gelber Karte Nummer ein holte sich Balitsch noch vor der Pause die zweite ab.

Ein wenig Zweifel kam auf, als Bremen seine 3:0 Führung zu verspielen schien. Doch 96 war zu harmlos und Köln konnte das machen, was sie besonders gut können. Defensiv sicher stehen und gefährliche Nadelstiche setzen. Durch die schnellen Tosic und Freis. Während Letztgenannter das Ding eigentlich endgültig entscheiden musste, legte er „nur“ auf, damit Erstgenannter zum zweiten Mal an diesem Tag zuschlagen konnte. Eine astreine Leistung.

Der Anschlusstreffer von Cherundolo war nur Ergebniskosmetik, aber trotzdem ärgerlich. Dieses „zu null“ hätte ich gern noch mitgenommen.

Sei’s drum! Köln konnte Selbstvertrauen tanken und allen voran einen Abstiegskandidaten (besonders hinsichtlich seines Restprogrammes) in den Keller schießen.

Durchatmen! Eine Woche. Denn nächste Woche muss Köln zwingend nachlegen, um dann endgültig sagen zu können: „Das war es dann wohl!“

Stimmen

Ganz schlimmes Spiel der Heimmannschaft. Von Anfang an war kein Druck, kein Aufbäumen, keine Leidenschaft zu spüren. Ganz so wie sich der FC in Mainz präsentierte.

der vierte Offizielle

Zoran Tosic, der für fünf Monate geleaste Serbe, wackelte am Strafraum-Eck Christian Schulz und Karim Haggui aus, dann schlenzte er den Ball mit viel Zeit und Raum unhaltbar ins obere Toreck. Eine Schönheit.

ksta.de

Wer jetzt glaubte, der FC würde sich auf dem sicheren 3:0 ausruhen, wurde eines besseren belehrt. Immer wieder kombinierte die Elf von Zvonimir Soldo in Richtung 96-Tor.

1. FC Köln

Mit hängenden Köpfen bemühten sie sich nur noch halbherzig, das Tor der Gäste zu belagern, die wenig Mühe hatten die harmlose Slomka-Elf in Schach zu halten.

Kicker

Der FC feierte am Samstagnachmittag den höchsten Sieg seit dem Wiederaufstieg.

fcfp.de

Der FC steht jetzt bereits deutlich besser da als in der Hinrunde.

Samba-Köln

Zahlen und Daten

Platz: 12
Punkte: 31
Tore: 27
Gegentore: 35
Nächster Gegner: Hertha BSC

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