Ich bleibe dabei: Es ist ein spannendes Projekt mit Chancen für die Zukunft

Schon mal vorab: Ich arbeite bei der Tomorrow Focus Media GmbH und habe damit mit der Vermarktung der Huffington Post zu tun. Dieser Artikel hat aber nichts mit meinem Beruf zu tun, sondern ist eine persönliche Meinung zu dem Portal, das gerade in der Medienlandschaft hohe Wellen schlägt.

Ich finde das Projekt absolut spannend und bin sehr gespannt darauf, wie sich das Portal entwickelt. In den bisherigen Ländern haben die Teams bewiesen, dass man eine gewisse Relevanz und Reichweite aufbauen kann. Wenn man sieht, wie teilweise über den Content von Spiegel, Focus und Bild geschimpft wird, tut der Medienlandschaft ein journalistisches Portal durchaus gut. Nicht nur Newsjunkies ziehen ihre Informationen aus rein einer Seite. Die Portale können durchaus parallel bestehen mit Überschneidungen. Schlussendlich werden sich die Leser ihre Inhalte ohnehin aus verschiedenen Angeboten zusammensuchen. Sicherlich hat man gewisse Präferenzen, aber wenn man auf einen Beitrag hingewiesen wird, der einen interessiert, ist das drumherum vielen sicherlich egal.

Empfehlen ist dabei ein wichtiger Faktor!
Wenn die HuffPo am Markt nicht nur bestehen möchte, sondern eine Erfolgsgeschichte werden will, muss sie sich eine Fanbase aufbauen und viel Zeit und Geld in die soziale Verbreitung stecken. Hier werden Links geteilt und Traffic generiert. Durch eine konsequente Optimierungsmaschinerie ist die Seite, die den Namen ihrer Gründerin im Namen trägt zu einer der wichtigsten Webseiten weltweit aufgestiegen.

Dabei kann das System nicht direkt auf andere Märkte, wie Deutschland übertragen werden. Aber die Marke trägt schon dazu bei für eine gewisse Aufmerksamkeit zu sorgen. Das sorgt der Bohei, der vor dem Start veranstaltet wurde. Und danach. Kein Medienmagazin, was nicht an dem Portal vorbei kam und eine Kritik hinterlassen musste.

Speziell am Layout, das wirklich nicht gelungen ist.
Aber es ist das Aussehen der HuffPo. Weltweit. Wer sich jetzt über das Design zum Start empört hat, der hat vorher nie eine HuffPo gesehen. Wer was anderes erwartet hat, als das einheitliche Aussehen der Seite, der war naiv und sollte sein Expertensein hinterfragen. Man muss es nicht mögen. Dieses bunte mit den großen Buchstaben, die in die Welt hinausschreien. Ich mag es auch nicht. Gebe aber zu bedenken, dass die Bild mit eben jenen Eigenschaften zur meistgelesenen Tageszeitung Deutschlands aufgestiegen ist. Es gibt dann wohl doch eine gewisse Leserschaft, die auf diese Optik stehen.

Schlussendlich wird aber der Inhalt über den Erfolg entscheiden und das Layout in den Hintergrund rücken.
Denn immer mehr Onlineuser steuern Nachrichtenseiten nicht direkt an, sondern lesen im Feedreader, der das Layout der eigentlichen Seite komplett ausblendet. Oder per App, die im Gegensatz zur Webseite schlicht und übersichtlich daherkommt!

Ich bin wahrlich gespannt, welche inhaltliche Ausrichtung sich heraus kristallisieren wird und ob die Blogger dauerhaft an Bord bleiben und hier echten Mehrwert bieten. An Unterhaltung und Information.

Vor allem aber warte ich darauf, dass ein Sportressort eröffnet wird.
Das ist für mich nämlich das größte Rätsel überhaupt. Sportnews funktionieren im Web wunderbar und sind elementar. Echte Traffictreiber. Gepaart mit guten Bloggern können hier auch Meinungen verbreitet werden, die diesen Bereich des Lebens so wichtig machen. Die auch für die notwendigen Leser sorgen. Dass man dieses Ressort zum Start außen vor lässt, ist für mich die größte Farce am Start.

Ansonsten behalte ich die HuffPo – nicht nur aus beruflichen Gründen – im Auge und wünsche mir viele gute Artikel, die meiner täglichen Lektüre nicht fehlen sollten.

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