Die Minuten, die man nicht erklären kann

Was für ein Spiel. Moral gezeigt. Gekämpft bis zum Ende. Nie aufgesteckt. Das Glück erzwungen. Die drei Punkte gewollt. Jeder Mannschaftsteil trifft. Die Joker stechen. Vier Spiele in Serie ungeschlagen. 10 Punkte aus vier Spielen. Absoluter Aufwärtstrend. Die Bundesliga lacht.

Stani hat es nach Spielschluss bei Sky am besten zusammen gefasst.

“Bis zur 86. Minute alles falsch gemacht, was wir falsch machen konnten. Ab der 86. Minuten haben wir das verdient, was wir in den ersten Spielen nicht bekommen haben.” (so in etwa hat er es gesagt)

Regensburg war wesentlich schlechter als die Niederlagen zum Saisonende.
Mir egal. Ein dreckiger Sieg bringt auch drei Punkte. Selbst, wenn er so unverdient war, wie Samstagmittag. Wir haben so eine Grütze zusammen gespielt, das geht auf keine Kuhhaut. Kein Pass kam an, kein Zweikampf wurde angenommen, nach vorne ging gar nichts. Und das Schlimme: Man weiß, dass es besser geht.

Wie wir die drei Punkte am Ende geholt haben. Keine Ahnung! Die drei Dinger waren mit einmal drinnen. Vielleicht hat die Voodoopuppe, die ich zur Halbzeit neben meinen Fernseher gestellt habe, doch noch seine Kraft entfaltet.

Ist auch egal.
Wie die Punkte eingefahren wurden, wie die Tore gefallen sind (DASS sie gefallen sind), sollte den Spielern Mut geben. Und Stanislawski hat ordentlich Futter, um der Mannschaft ihr Unvermögen vorzuhalten. Er kann draufkloppen und keiner kann meckern. Weil sie es verdient haben. Alle, bis auf Timo Horn, der immer besser wird und seinen Vertrag jetzt langfristig verlängert hat.

Wer mein Wechselbad der Gefühle vom Samstag nochmal miterleben möchte, dem sein mein Twitter-Account wärmstens ans Herz gelegt. In sieben Minuten hat sich meine Timeline auch dermaßen überschlagen. Wahnsinn.

Das Schöne am Sieg zudem: Das hier ist kein völlig verzweifelter Beitrag geworden.
Und ich habe ein fieses Grinsen auf dem Gesicht.

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