Darum ist Podolski so stark

Lukas Podolski polarisiert. Immer wieder. Wird sich wohl auch nicht ändern. So ist das nun mal mit starken Spielern. Immer zwischen himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt.
Aktuell wird Poldi wieder in allen Maßen gelobt. Er ist in Top-Verfassung, Weltklasse und der spielbestimmende Mann. Zumindest, wenn man die Stimmen aus dem Dunstkreis des 1. FC Köln vernimmt.
Wenn er in der Nationalmannschaft spielt, wird er schonmal kritischer betrachtet.

Eigentlich witzig, oder?
Vor Jahren hat man ihm im Nationaldress immer über den Klee gelobt, weil er dort seine besten Leistungen abliefert, während er im Verein durchhing.

Aktuell scheint er konstanter zu sein.
Klar, er hat immer mal Spiele dabei, wo es einfach nicht für ihn läuft, wo er in der Luft hängt und sich vielleicht auch mal hängen lässt.

Doch zu mehr als 90 Prozent, wenn er das Trikot mit dem Geißbock überstreift, überragt er und geht voran.

Woran liegt das?
Gerade in Zeiten, wo es vielleicht nicht ganz so läuft. Für ihn und den Klub.

Ganz einfach: Lukas Podolski ist gereift.

Und wie. Früher war er ja gern mal wie ein kleines Kind. Wenn ihm etwas nicht passt, war er schon mal eingeschnappt. Wenn die Mannschaft nicht richtig funktionierte, lamentierte er, ließ die Schultern und den Kopf hängen.

Das hat sich im letzten Jahr gewandelt.

Wurde ihm lange Zeit ein dickes Problem mit Novakovic nachgesagt, trumpft das Duo seit der Rückrunde 2011 enorm auf. Im Zusammenspiel. Die beiden haben sich gefunden, passen zu- und spielen miteinander. Sie sind ein Team, in dem sich der eine für den anderen freut.

Als Frank Schaefer seinen Posten verließ, schien es, als würde Lukas in ein Loch fallen. Doch das währte nur einen Tag. Oder zwei. Danach lieferte er eine Trotzreaktion ab und wurde wieder zum Führungsspieler.

Genauso, nachdem ihm Stale Solbakken das Kapitänsamt entriss. Podolski wurde in die Krise geschrieben, aber er kam noch präsenter zurück. Und feierte sein letztes Tor mit dem Trainer. Sicherlich, weil er auch auf ihn eingeht, aber auch, weil Podolski zurückstecken kann und das Team sieht.

Lukas Podolski ist in diesen Tagen mehr Teamspieler, als er je war (zumindest im Verein).
Seine Tore und die Siege geben ihm recht.
Und beflügeln ihn weiter.

Danke Lukas!

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