KNDM

Jetzt ist es raus! Nachdem es nach dem großen Krach mit seinem Vater und dem Abschied vom Verlagshaus M. DuMont Schauberg ruhig um Konstantin Neven DuMont geworden war, hat der 41-jährige nun seine Pläne für die Zukunft bekannt gegeben. Raus kommt etwas, was ich erwartet hatte.

„Die KNDM-GmbH soll Bewegtbilder, journalistische Inhalte und Podcasts produzieren, die sich mit Missständen in den Bereichen Politik und Medien beschäftigen und Verbesserungsvorschläge aufzeigen.“

Jedoch sollen seine Mitarbeiter nicht als Dienstleister für andere Unternehmen fungieren, sondern Inhalte für die eigene Plattform produzieren. Diese soll in den nächsten Wochen online gehen.

Es war absehbar, dass DuMont etwas Neues im Medienwesen schaffen will, das zudem auf Bewegtbild setzt. Onlinevideos sind dabei durchaus die Zukunft. Leicht macht es sich der Verlagserbe mit seinem neuen Angebot sicherlich nicht. Denn thematisch dürfte die Seite zwar durchaus Leser, aber kaum Werbekunden finden.

Laut eigener Aussagen, soll sich das Angebot jedoch über Werbung finanzieren.

„Wir wollen ethisch korrekte und nachhaltig wirtschaftende Unternehmen als Partner gewinnen“, sagte Neven DuMont.

Doch gerade in kritischen Angeboten, die bewusst anecken, dürfte es schwer werden, passende Partner zu finden, die sich dort präsentieren. Wünschen sich Unternehmen für ihren Markenauftritt doch gern “reine” Umfelder. Das hat Michael H. Spreng in einem früheren Interview bereits völlig plausibel schon einmal erläutert (hab gerade keine Zeit, das Interview zu recherchieren, für Hinweise bin ich denkbar). Ich bin gespannt, ob Konstantin Neven DuMont hier mehr Erfolg hat.

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