Paradoxe Sicherheitspolitik

In Hamburg wird seit Montag der neue Nacktscanner getestet. Er soll die Sicherheit auf Flügen erhöhen. Unterhosenbomber sollen damit noch zielsicherer entdeckt werden, bevor sie eine Maschine betreten.

Ich befürworte jede Form der Prävention. Schließlich geht es da oben um meine Sicherheit. Dafür stehe ich dann gern ein wenig länger an. Wenn ich demnächst einen Flug nehmen müsste, würde ich versuchen den Nacktscanner zu nehmen. Allein, um die Testergebnisse zu erhöhen.

Ich habe nicht das Gefühl, damit einen tiefergehenden Einblick in meine Privatsphäre zu gewähren. Ich zeige mehr Haut, wenn ich am Strand liege. Safety first.

Umso beklemmender, wenn ich nun lese, dass ab 2012 wieder unbegrenzte Mengen an Flüssigkeiten mit ins Flugzeug genommen werden kann. Wegen Techniken, die Sprengstoff besser erkennen können.

Auch Flüssigsprengstoff frage ich da?!

Ich kann das nicht richtig nachvollziehen. Die Menschen haben sich mittlerweile an die kleinen Flaschen gewöhnt. Mehr wird auf dem Flug eh nicht benötigt. Wieso also riskiert man wieder einen Anschlag durch das Aufheben einer Methode die in begrenztem Maße Wirkung gezeigt hat?

Es ist ein hü und hott, bis wieder etwas passiert und alte Regeln mühsam wieder eingeführt werden müssen. Aber vielleicht regeln Fluggesellschaften demnächst selbstständig die Menge der mitgeführten Flüssigkeiten. Zum Schutze ihrer Passagiere und des eigenen Personals.

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