Die Zukunft gehört Köln

Was mit konsequenter Nachwuchsarbeit möglich ist, hat die deutsche Nationalmannschaft bei der diesjährigen Weltmeisterschaft 2010 bewiesen. So technisch stark hat sich eine DFB-Elf schon seit Ewigkeiten – vielleicht noch nie – präsentiert. Mit Erfolg, wie man gesehen hat.

Die Grundlagen wurden dabei schon früh gesetzt. Während Deutschland jahrelang die Nachwuchsarbeit sträflich vernachlässigt hat, zählen wir auf diesem Gebiet nun zur absoluten Spitze, was auch die Zusammenstellung des WM-Kaders bewies.

Auch für die kommenden Jahre kann man positiv nach vorne schauen. Denn die Hausaufgaben wurden erfüllt. Nicht nur die aktuellen Spieler werden sich weiterentwickeln. Aus den jüngeren Jahrgängen rückt viel Potenzial nach. Denn Deutschland konnte in den letzten Jahren nicht nur den EM-Titel 2009 der U21-Junioren (mit Neuer, Aogo, Boateng, Khedira, Özil und Marin, aber auch Castro, Hummels und Höwedes) feiern. 2008 holten die U19-Auswahl und 2009 die U17-Junioren ebenfalls die Europameisterschaft nach Deutschland.

Ich möchte nicht sagen, dass wir deshalb auf Jahre unschlagbar sind, aber Deutschland dürfte konstant in der Spitzengruppe mitmischen und muss sich um die Zukunft keine Gedanken machen.

Davon könnte auch der FC profitieren, wenn er jetzt beginnt seine Talente zu fördern. Bei der U17-EM mischten gleich drei aktuelle Kölner mit. Neben Reinhold Yabo und Ben Basala-Mazana auch Christopher Buchtmann. Drei Profis, die ihre Einsätze bekommen werden. 2010/2011 muss Soldo beginnen diese Jungen regelmäßig zu bringen und auch mal von Anfang an ins kalte Wasser zu werfen. Sonst bleiben sie in der Entwicklung stecken oder kehren dem Geißbockheim recht schnell den Rücken.

Ein weiterer Mann rückt derweil schon nach. Mark Uth unterschrieb gerade erst seinen ersten Profivertrag. Der 18-jährige soll langsam an die erste Mannschaft heran geführt werden. Sein Potenzial deutete der Angreifer in der U19 an. Dort erzielte er zuletzt 24 Treffer. Über die zweite Mannschaft muss sein Weg zu den Profis führen.

Denn der FC hat nicht das große Geld, um international einzukaufen. Wir müssen den eigenen Nachwuchs heran führen. Dass das durchaus Erfolg versprechend ist, beweisen unsere Nationalmannschaften.

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