Der Kaderumbau schreitet weiter voran

Nachdem der EffZeh bereits im Sommer angefangen hat der Mannschaft ein neues Gesicht zu verpassen, wird nun das Winter-Transferfenster intensiv genutzt, um weiter an Breite und Qualität zu arbeiten. Die erfolgreiche Halbserie tut da sicherlich ihr übriges und schenkt den Verantwortlichen die notwendige Ruhe und Zeit. Anstatt wild nach kurzfristigen Verstärkungen zu suchen, kann bewusst an der Kaderoptimierung gearbeitet werden.

Wenn auch sicher nicht immer aus eigenem Antrieb heraus.
Wie bei Rafael Czichos, der den Verein auf eigenen Wunsch verlässt. Diesen Abgang hätte man sich sportlich sicherlich gern erspart, aber finanziell war der Wechsel lohnenswert. Nur darf darunter nicht die sportliche Leistung. Doch hier stehen noch Fragezeichen.
https://geissblog.koeln/2022/01/kommt-ersatz-das-bedeutet-der-czichos-abgang-fuer-den-fc/

Zum einen wäre der Abgang vom Abwehrchef einmal mehr eine Chance für Jorge Mére, der aber seit Jahren nie richtig Fuß fassen konnte und deshalb auch in diesem Transferfenster mit einem Abgang in Verbindung gesetzt wird.

Einige Fans – mich eingeschlossen – hatten die Hoffnung, dass man Sava Cestic doch wieder öfter auf dem Rasen sehen könnte. Auch wenn er in den letzten Monaten gar keine Rolle bei den Profis spielte und selbst in der zweiten Mannschaft zu selten überzeugen konnte. Die Akte wurde aber schnell geschlossen. Der Vertrag wurde beendet und Cestic wird sein Glück bei einem anderen Verein versuchen.
https://geissblog.koeln/cestic-abschied-perfekt-fc-loest-vertrag-auf/

Stattdessen könnte eine ganz andere Alternative näher an den Kader rücken. Mathias Olesen wird fest zum Profikader stoßen. Olesen hat in der zweiten Mannschaft komplett überzeugt und darf nun den nächsten Schritt gehen. Dabei ist er vorrangig im zentralen Mittelfeld zu Hause. Die Konkurrenz mit Skhiri, Özcan und Ljubicic ist hier gefühlt übermächtig. Deshalb wird es hier gerade in den kommenden Monaten darum gehen sich im Training an das höhere Niveau zu gewöhnen – selbst in der Zeit, in der Skhiri beim Afrika Cup weilt. Vielleicht winkt ihm aber auf einer anderen Position schon eine frühere Chance. Denn Olesen kann auch in der Innenverteidigung spielen. Möglich, dass er dort schneller mal auftauchen könnte, als man sich das aktuell vorstellt. Olesen wäre damit eine vielseitige Alternative und vor allem der direkte Ersatz von Cestic.
https://geissblog.koeln/nicht-nur-als-skhiri-ersatz-olesen-bleibt-bei-fc-profis/

Durchaus auch zum Leidwesen von Jens Castrop, einem ebenso großen Talent auf der Sechs. In zieht es leihweise erstmal nach Nürnberg, um dort Spielpraxis auf hohem Niveau zu sammeln. Castrop ist ebenso vielseitig (er kann auch auf der Acht oder der Rechtsverteidiger-Position spielen), aber eben nicht in der zentralen Verteidigung. Das könnte der Ausschlag gebende Punkt für Olesen gewesen sein.
https://geissblog.koeln/fc-verleiht-castrop-vertrag-verlaengert-oder-kaufoption/

Ob sonst noch etwas passiert in den Januarwochen, wird man abwarten müssen. Geplant sein soll nichts, aber wirtschaftliche Aspekte könnten hier noch zu einem Umdenken führen. Speziell, wenn man an Skhiri, aber auch Ondrej Duda denkt, die man bei attraktiven Angeboten ziehen lassen müsste.
https://geissblog.koeln/2022/01/interesse-aus-italien-duda-umworben-aber-transfer-unwahrscheinlich/

Persönlich finde ich es immer noch riskant ohne externe Verstärkung für die Innenverteidigung in die Rückserie zu gehen. Kilian und Hübers sind durchaus stark und können ein gutes Duo bilden. Verletzungen dürfen da aber nicht dazwischen kommen, denn hinter den Beiden sind eher Frage- als Ausrufezeichen zu sehen. Ob Baumgart tatsächlich auch kurzfristig auf eine Dreierkette umstellen kann, wäre spannend zu sehen.

Darüber hinaus kann es auch zwischen den Pfosten zu einer endgültigen Wachablösung kommen. Marvin Schwäbe wird als Stammkeeper den Januar bestreiten. Die Ära Horn könnte demnach in diesem Jahr zu Ende gehen.
https://geissblog.koeln/schwaebe-bleibt-im-tor-aber-hintertuer-fuer-horn/

Wichtig wird deshalb sein, dass die Mannschaft den Schwung der letzten Wochen vor der Winterpause mitnimmt und stark in die Rückserie startet. Wenn der EffZeh frühzeitig Punkte und Siege einsammelt, hat nicht nur die Vereinsführung weiterhin viel Ruhe, um den Verein umzubauen, sondern die Spieler ausreichend Selbstbewusstsein, um über sich hinaus zu wachsen und im Schatten der Stammelf neue Spieler weiterzuentwickeln.

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.