Doppelter Nachklapp

Diese verdammte Bundesliga. Die Spiele und Wochen rauschen ja nur so vorbei, dass man nicht mehr hinterher kommt. Selbst ohne englischer Woche. Wir sind noch im absolut gesicherten Mittelfeld und schielen sanft nach oben, oder? Ach nee, 29. Spieltag. Noch immer Mittelfeld und wir glotzen richtig Keller.
Da kann schon mal ein vorbereiteter Text im Entwurf schlummern. Ist ja echt zu schade ihn dort einschlafen zu lassen…
Wer nichts (mehr) zum Hoffenheim-Spiel lesen will überspringt gern die Worte zwischen den Strichen. Dahinter kommt noch ne Kleinigkeit.
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Ist ja schon alles gesagt. Aber was raus muss, muss einfach raus.
Lasst das ganze Fairplay-Gelaber. Wie oft wurde die Situation schon ausgenutzt, dass sich Spieler in der Schlussphase auf dem Boden wälzen und damit Zeit schinden und den Angriff des Gegners bewusst verhindern wollen. Nicht, dass Klünter hier schauspielern wurde. Aber einen Grund für den Pfiff des Schiris habe ich da nicht gesehen. Also weiterlaufen lassen. Fertig!

Stattdessen müssen wir einfach Horn fragen, warum er immer wieder mal das Spiel unnötig schnell machen will. Prinzipiell ist es gut, wenn ein Schlussmann die Unordnung der gegnerischen Defensive ausnutzen und die eigene Schnelligkeit im Kader ausspielen möchte. Aber in gewissen Situationen muss man einfach cleverer sein. Das 1:0 über die Zeit retten, anstatt blind auf ein eventuelles 2:0 zu gehen.
Dass der lange Ball dann zwingend auf den Bundesligadebütanten gehen muss, ist dann leider selten dämlich.
Und sowas von unnötig, da wir das Spiel lange im Griff hatten und längst 2:0 führen müssten. Dann müssen wir uns über den ganzen Scheiß gar nicht aufregen.

Der EffZeh hat lange Zeit wirklich super gespielt, tolle Chancen kreiert und alle schön versemmelt. Modeste. Ätzend. Das Ding in der ersten Hälfte macht er blind. Normalerweise. Dass wir uns solche Chancen jedoch rausspielen ist einfach positiv. Darauf müssen wir aufbauen und uns in der Hoffnung ergeben, dass die Jungs irgendwann abgeklärter im Abschluss sind. Nächste Saison dann.
Das Unentschieden sorgt aber erstmal dafür, dass uns noch einige Punkte fehlen. Bitte vor dem Abstiegtriple. Darmstadt, Augsburg und Bremen sind schon länger im direkten Abstiegsstrudel und wissen, was erwartet wird. Davon war Köln verschont und ich wünsche mir, dass wir ohne diese Erfahrung in den Sommer gehen. Ich mag gar keine Panik verbreiten, da wir eigentlich immer da waren, wenn es benötigt wurde. Aber das mulmige Gefühl mag einfach nicht gehen.

Was bleibt: Einfach so weitermachen, Ruhe vor dem Tor bewahren und Punkte sammeln.

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Danach Leverkusen. Muss man ne Niederlage einplanen. Sogar eine ohne Treffer. Die Hoffnung lebt trotzdem immer, aber wurde am Sonntag nicht erfüllt.
Halb so wild, wenn da nicht das unrühmliche Ende wäre. Man Leo, wassn Scheiß. Ich hab ihn echt lieb gewonnen. Es ist sicherlich noch Luft nach oben – speziell was Spielübersicht, Ruhe und Abgeklärtheit angeht – aber er tut uns Spiel. Unruheherd, Ideen und Flanken. Hatten wir lange nicht. Haben wir jetzt auch die nächsten drei Spiele nicht. Schreit ein ausgerechnet ins Stadion, wenn man auf die kommenden vier (und hier speziell die davon letzten drei) Spiele schaut. Da zählts und da brauchen wir Offensivpower und Chancen.
Meine Hoffnung ruht auf Mladenovic. Auf dass er ran darf und die Ansätze bestätigt, die ich zum Rückrundenauftakt gesehen hatte. Flankenläufe, Hereingaben und Freistöße. Das will ich sehen. Gepaart mit einem zentraler agierenden Gerhardt.
Für Mainz rechne ich mir nichts auf (und hoffe auf nen Punkt).
In diesem Sinne: Come on EffZeh!

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