Die Sache mit der Namenssuche… und den Doppelnamen

Irgendwann im Laufe der Schwangerschaft – in der Regel recht früh – geht es bei den werdenden Eltern um die Namensfrage. Ohne Zweifel, das ist eine enorm wichtige Entscheidung. Du als Vater hast hier eine unglaubliche Verantwortung. Denn dadurch prägst du dein Kind. Der Name ist das erste, was du deinem Nachwuchs ganz bewusst mitgibst. An deinen Genen kannst du nichts ändern, sie schlummern in dir. Die Erziehung kommt erst nach der Geburt. Der Name wird direkt mit dieser vergeben und bleibt ein Leben lang.

Schnell wird jedem Vater klar werden, dass das keine belanglose Geschichte ist, die man mal so entscheidet. Jeder, der in dieser Situation ist oder schon mal war, wird es unterschreiben. Vorher dürfte sich kaum ein Mann über Namen Gedanken gemacht haben. Jetzt musst du einen für ein Lebewesen finden, dein Kind.

Das wird ein Kampf, ich sage es dir. Kaum Paare, die sich anschauen, gleichzeitig einen – und denselben – Namen nennen und strahlen. Mit dem Vorschlag deiner Partnerin hast du schlechte Assoziationen und dein Name geht ja nun mal gar nicht.

So werden Bücher besorgt, in denen Namen aus der Steinzeit stehen oder welche mit exotischen Namen, die du niemals aussprechen kannst. Weiter gehts mit Onlinelisten. Namenserklärungen und Ursprünge werden durch geackert. Namenstage verglichen. Namen werden versucht in Kindermund zu verhackstücken. Gibt es Verniedlichungen oder Spitznamen?

Es werden so viele Namen fallen, dass einem schwindelig wird. Manchmal wird heiß diskutiert. Manchmal gelacht. Eventuell wird ein Projektname entwickelt. Aber Vorsicht, wenn dieser nicht Pups, Junior oder Zwerg ist, wählt auch diesen gezielt aus. Projektnamen – egal wie blöd sie zum Anfang klingen – werden am Ende gern zum endgültigen Namen. Weil man sich schon so daran gewöhnt hat und über den Namen bereits eine Beziehung zum Kind aufgebaut hat.

Also braucht ihr eventuell zwei Namen. Oder drei. Dann, wenn zum Projektnamen und dem eigentlichen Vornamen (falls es nicht der Projektname geworden ist) noch einen Part für den Doppelnamen benötigt. Ich weiß nicht warum, aber Frauen scheinen ein Faible für Doppelnamen zu haben. Und diesen zu finden wird noch schwerwiegender als der erste. Da der Zweite ja zum Ersten passen muss. Und da war man gerade so froh, dass man sich überhaupt einen gemeinsamen Nenner gefunden hat.

Doch alle die Suche und dieser kleine Kampf zahlt sich aus. Weil du deinem Nachwuchs etwas mit auf dem Weg gibst, das du eben nicht nur beiläufig erledigt hast und in dem dein Herz und deine ganze Liebe steckt.

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