Die ungewohnte Ruhe eines Aufsteigers

Muss man noch etwas zum Hoffenheim-Spiel schreiben? Nöö. Aber kann man.

Osako wurde schon überall hochgejubelt. Zu recht. Tolles Spiel. Sehr präsent, körperlich sehr robust, sehr umsichtig und mit Zug zum Tor. Stark, einfach stark. Gerade sein Zweikampfverhalten hat mich tief beeindruckt. Vor ein paar Wochen meinte ich noch zu meiner Frau, dass er doch so klein ist. Schließlich ist er Japaner und das sind feine Fußballer, aber keine großen Menschen. Sie zückte ihr Smartphone, googelte und konfrontierte mich damit, dass er wohl der größte Angreifer sei. Größer als Ujah. Grmpf. Am Sonntag hat er es bewiesen.

Der zweite Japaner ist tatsächlich kleiner, hat aber endlich auch gelernt seinen Körper einzusetzen. Seine Ruhe am Ball ist beeindruckend. Gepaart mit seiner Technik. Hoffentlich bleibt er jetzt eine Zeit lang gesund. Dann wird er noch wichtig für uns. Denkt doch nurmal, was für ein Mittelfeld das wäre mit Nagasawa, Gerhardt, Vogt und Risse.

Horn. Einfach nur #hornfürd

Um Olkowski tut es mir echt leid. Nicht nur, weil wir jetzt wieder auf Brecko angewiesen sind. Er hat sich seinen Stammplatz erkämpft und redlich verdient. Mit seiner Technik und Schnelligkeit haben wir endlich wieder auf der rechten (defensiven) Außenbahn jemanden, der Dampf machen kann. Manchmal noch zu egoistisch. Wird schnell wieder fit, Jung!

Hector. Man hat immer gewusst, dass er das kann. Schön, dass der Ball abgefälscht wurde und er damit belohnt wurde. Hoffen wir, dass er uns noch lange erhalten bleibt.

Das wichtigste Sonntag war aber einmal mehr: Man sieht die Idee von Stöger und ist überrascht, wie abgeklärt die Truppe (wir sind Aufsteiger, niemals nie vergessen!!!) reagiert, wenn sie gefordert ist.

Ich glaube es war vor ein paar Wochen im Rasenfunk, als jemand meinte, dass der EffZeh im Vergleich zu den anderen Kellerkindern ein echtes Konzept haben. Word! Spielen ihren Stiefel ruhig runter. Selbst Rückschläge, wie die dämlichen immer wieder auftretenden Niederlagen gegen direkte Konkurrenten, bringen sie scheinbar nicht aus der Ruhe. Sie sind dann da und liefern ab.

Sie wirken sehr reif und verfolgen ein Ziel. Dabei bleiben sie recht bescheiden (gibt ja aber auch keinen Grund zu Höhenflügen). Platz 15 ist weiterhin das erklärte Ziel. Nicht mehr und nicht weniger. Wenn sie so weitermachen, werden sie das Ziel auch bedenkenlos erreichen. Trotz der Rückschläge (in Form von Niederlagen), die kommen werden.

So, wie ich in unserem neuen Haus Zimmer für Zimmer renoviere und nahc unseren Vorstellungen gestalte, nimmt auch der EffZeh immer konkretere Formen an. Die Basis war früh gelegt, der Feinschliff geht schneller voran, als ich erwartet hatte. Und mittlerweile strahlt der EffZeh schon so schön, wie ewig nicht mehr.

Come on FC!

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