Solide. Fortschritt

So richtig gewöhne ich mich einfach nicht an die Zweitligazeiten. Gefühlt spielen wir immer samstags 13:00 Uhr. Eigentlich irgendwie geil, weil man dann zum Runterkommen noch die Bundesligakonferenz anschauen kann und in der Regel um die Uhrzeit auch zu Hause ist. Ich aktuell nur irgendwie nicht. Immer irgendwelche Termine (die sich immer öfters mit Hochzeitsvorbereitungen zu tun haben). Und im Sommer treibt es einen dann doch eher noch mal raus. Erst recht in Hamburg. Man weiß ja nie, wie lange man sich über die Sonne erfreuen darf.

Samstag dann aber endlich mal Zeit, ehe es raus ging. Ganz in Ruhe und mal bewusst ohne Twitter und second screen. Volle Konzentration auf das Spiel. Ging den Spielern wohl auch so. Bisher war es doch viel Stückwerk, was man zu sehen bekam. Zudem immer richtig schlechte Starts in die Partie. Diesmal, nun ja, hielt man immerhin mit. Mit dem aktuellen Tabellenführer. Die Fürther stehen sicherlich etwas überraschend da oben. Ich hätte gedacht, dass sie zumindest mehr Anlaufzeit benötigen würden. Aber die vier Siege sind beeindruckend und geben Selbstvertrauen. Das sah ich zum Start nicht unbedingt.

Aber der EffZeh war ja auch als Favorit auserkoren worden. Is klar.

War er natürlich nicht. Nicht tabellarisch und nicht auf dem Platz. Fürth aber auch nicht. Die beiden Mannschaften belauerten sich. Begingen Fehler. Bügelten sie aus. Machten wieder Fehler. Ließen den Ball laufen. Stockfehler. Dann mal schnell auf das Tor. Chance vergeben. Beide waren selten gefährlich. Die Torhüter hatten kaum was zu tun. Wie Aufsteigerfußball sah das auf beiden Seiten nicht aus. Fand ich aber nicht schlimm.

Ich war froh, dass wir konzentrierter wirkten, als in den letzten Partien.
Das war solide. Und damit ein Fortschritt. Eine ziemlich gleichbleibende Leistung über 90 Minuten. Möglichkeiten zu siegen. Auch wenn es nicht verdient gewesen wäre. Das 0:0 ist das gerechnet Ergebnis. Besonders, weil es an den bekannten Stellen haperte. Probleme im Spielaufbau. Wenig Zug zum Tor. Schwierigkeiten Ujah und Pritsche in Szene zu setzen. Allein Halfar sorgt aus dem Mittelfeld für Gefahr und Druck.

Doch es wirkte klarer und konstanter.
Daran müssen wir ansetzen und dann aber noch mit mehr Elan einen Matchplan erstellen, um Torgefahr zu erzeugen.

Den 2:0-Erfolg gegen Sandhausen hatte ich einmal mehr nicht gesehen.
Aber hier einige Stimmen, weil die Blogger es verdienen gehört zu werden.

Der Sieg scheint trotzdem aufgrund von spielerischer Überlegenheit in Ordnung zu gehen, wobei nicht sensationell herausgespielt. Zu ideenlos, die meisten Spieler ohne Mumm und Selbstvertrauen, da kann kein grandioser Sieg herausspringen.

Das Spiel war zu schlecht, als dass ich mich da weiter mit befassen möchte. Drei Punkte sind drei Punkte, sind drei Punkte, soviel bleibt. Mehr nicht.

Wenn aber Matthias Lehmann den ersten Pass aus der Viererkette bekommt, sich dreht, ein wenig hin und her wackelt, um den Ball dann nach vorn ins Toraus zu knallen, dann bereitet mir das Schmerzen. Ich habe am Samstag eine kleine Privatstatistik über Lehmanns lange Bälle geführt.

Unser FC startet bemüht um Druck und Offensivaktionen mit zwei Stürmern und einem 4-1-3-2. Das klappt zwar im Mittelfeld ganz gut, echte gefährliche Offensivaktionen bleiben aber aus. Sandhaufen hält gut dagegen und erzeugt über Freistöße auch immer wieder mal ein paar bange Sekunden. Letztlich ist aber auch die FC Abwehr gut aufgestellt. Vor allem Maroh als Stabilitätsfaktor, spielte heute nahezu fehlerfrei.

Schön ist anders. Es war der zu erwartenden Erfolg gegen ein Kellerkind der zweiten Liga. Und das darf man durchaus positiv bewerten. Da hatten wir letzte Saison viel mehr Schwierigkeiten gegen tiefstehende Gegner.

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