Willkommen Peter Stöger

Wir haben einen Trainer.
Wir haben einen Trainer.
Wir haben einen Trainer.Unglaublich. Was für ein Gezerre.
Der Weg ist das Ziel. Aber der Weg war steinig und alles, was noch vor uns liegt dürfte nicht frisch planiert sein, sondern ziemlich holprig daher kommen. Der Weg ist geschottert. Das tut besonders weh, wenn man fällt.

Vor einigen Wochen musste ich breit grinsen, als ich las, dass der Hamburger SV (man kommt in der Stadt halt nicht drumherum) eine knappe Million für Kreuzer bezahlen wird. Das Lachen ist mir vergangen. Peter Stöger kostet den EffZeh eine knappe Million. 700.000 sind es wohl geworden. Dazu noch Schmid und Kugel, die das Trainerteam komplettieren und ebenfalls aus Österreich kommen.

Dann sind wir mal gespannt, was er zu leisten im Stande ist.
Ich bin skeptisch.
Einfach weil ich ihn nicht kenne und nicht weiß, was ihn erwartet.
Fachlich soll er ja wirklich stark sein. In Wien hat er bewiesen, dass er mit einer unterlegenen Mannschaft Erfolg haben kann. War aber halt auch „nur“ Österreich. Er hat eine klare Philosophie. Hatte Solbakken auch. Stöger muss diese auf Köln übertragen. Dafür möchte er seinen geliebten Offensivfußball umsetzen. Da muss er aber noch an ein paar Stellschrauben drehen. Hierfür ist die Mannschaft noch nicht gut genug aufgestellt. Potenzial hat unsere Offensivreihe durchaus. Die Frage ist, ob Stöger aus ihr auch Leistung rauskitzeln kann. Konstante Mannschaftsleistung, die zum Erfolg führt. Dafür werden noch weitere Offensivspieler kommen, die in die durchaus intakte Mannschaft erstmal integriert werden müssen. Eine ordentliche Aufgabe für den neuen Mann am Spielfeldrand.

Spannend wird auch die Frage sein, wie sich Stöger im Kölner Medienumland präsentiert.
Mag ihn der Boulevard?
Füttert er ihn mit genügend Infos, damit sie sauber berichten oder eckt er an und bekommt Probleme?
Wie kommt er mit dem gesteigerten Interesse klar?

In Österreich dürfte er vergleichsweise ruhig seinen Job verrichtet haben. In Köln stürzen sich mehrere Zeitungen, Radiostationen und (Regional)Sender aus dem Fernsehbereich auf ihn. Wie er das verkraftet und meistert, ist in der Domstadt (leider) eine nicht zu unterschätzende Frage, um hier Erfolg zu haben.

Dass ihn jemand aus der sportlichen Führung aus der Schusslinie nimmt, darf er nicht hoffen.
Frank Schaefer kümmert sich in dieser Saison ausschließlich um den Nachwuchs. Das Profigeschäft war einfach nichts für ihn. Selbst im Hintergrund war er wohl nicht glücklich. Jetzt darf er tun, was er immer wollte. Ein Nachwuchskonzept koordinieren und dafür sorgen, dass viele junge Spieler nach oben rücken.
Jörg Jakobs ist und bleibt ein Arbeiter im Hintergrund. Er kann und will und sollte nicht in den Fokus rücken. Auch wenn er jetzt den kompletten Profibereich (der ab sofort auch die U23 beinhaltet!) verantwortet. Er fädelt ein, macht Deals fix, aber stellt sich nicht mit Vorliebe vor die Presse.

Aus diesem Grund soll noch ein Sportdirektor kommen.
Jörg Schmadtke ist hier mal wieder ein Thema. In Aachen und Hannover hat er mit Jakobs bereits erfolgreich zusammen gearbeitet.
Ob das so reibungslos in Köln klappen mag. Ich mag es ein wenig bezweifeln. Aber ich war auch beim Tünn kritisch.
Abwarten. Vielleicht kommt er ja nicht.

Sollte er doch am Geißbockheim anheuern, könnte er Stöger in seinen Schatten nehmen und damit schützen.
Dann dürfte Stöger mehr Ruhe und freie Hand haben, um seinen eigentlichen Job zu verrichten.
Auf Schmadtke dürfte sich das Blitzlichtgewitter richten.
Dafür wäre diese Verpflichtung durchaus spannend.

Doch solange es nicht soweit ist, muss Stöger daran wachsen oder er wird scheitern.
Hoffen wir das allerbeste.
Willkommen und viel Glück beim EffZeh!

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