Die Zwickmühle

Christian Clemens spielt wohl die beste Saison seiner Karriere. Die bisher beste natürlich. Er war vor der Saison als neues Gesicht auserkoren worden. Die Last des “neuen Prinzen” schien zu groß. Der Rucksack zu schwer. Doch 2013 beweist Clemens, warum man ihm diese Rolle zutraut. Seit Wochen ist der Mittelfeldmann der überragende Mann beim 1. FC Köln.

Vielleicht auch deshalb, weil er in der Offensive der einzige Spieler ist, der Akzente setzt und für Gefahr sorgt. Clemens ist immer in Bewegung und man hat immer das Gefühl, dass er das Spiel entscheiden kann. Durch einen genialen Pass oder einen Abschluss. Ein unwiderstehlicher Antritt und eine Schusstechnik, die sich sehen lassen kann.

Damit hat er den EffZeh in die Aufstiegsränge geschossen. Er könnte der Garant – oder zumindest ein wichtiger Bestandteil – des Aufstiegs werden. Seine Form ist für den Klub wichtig, wenn man hochgehen will.

Doch gleichzeitig macht er damit Werbung in eigener Sache. Mehr, als einem als FC-Fan lieb sein mag. Der FC Schalke 04 soll sich ja bereits mehrfach mit ihm befasst haben. Seit diesem Jahr dürften ihn noch mehr Vereine auf dem Zettel haben. Ein Mann mit seinen Qualitäten ist aktuell ja durchaus in Mode. Ich traue Clemens auch eine gute Rolle in der Bundesliga zu. Bei einem großen Verein dürfte er auch den Sprung in die Nationalmannschaft schaffen.

Ohne seine Tore, ohne seinen Esprit, ohne seinen Willen dürfte ein Aufstieg nur schwer zu schaffen sein. Damit steigert er aber seinen Wert und macht es für den Klub schwerer ihn zu halten. Erst recht aus finanzieller Sicht. Auch nach einem Aufstieg muss die Konsolidierung weiter geführt werden. Ein millionenschwerer Transfer von Clemens würde hier dem Verein in die Karten spielen. Verständlicherweise.

Ohne seine Leistung dürfte es mit dem Aufstieg schwerer werden. Dafür die Hoffnungen auf den Verbleib steigern. Wenn auch nicht sichern. Doch will man das?

Ich nicht. So gern ich Clemens im Trikot des 1. FC Köln sehe. So sehr wünsche ich ihm auch den großen Durchbruch. Wie auch bei Podolski würde ich ihm einen Wechsel zu einem tollen Klub wünschen. Also nicht zu Bayern, Leverkusen oder Dortmund. In Bremen könnte ich ihn mir gut vorstellen.

Perfekt wäre aber in dieser Hinsicht durchaus der Aufstieg, sein Verbleib, eine Weiterentwicklung der Mannschaft mit Clemens als zentralen Spieler. Eine weitere Entwicklung in Köln, ehe er für einen zweistelligen Millionenbetrag als Nationalspieler zum FC Barcelona oder den FC Liverpool (meine beiden Lieblingsvereine in ihren jeweiligen Ligen) wechselt. Oder zu Arsenal London. Im Tausch für Poldi. Das dann aber nicht erst in sieben oder acht Jahren bitte…

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