Erste Sommertransfers des 1. FC Köln

Nach der Verpflichtung von Trainer Stale Solbakken hat der 1. FC Köln erste Korrekturen im Kader vorgenommen. Ein Nachwuchsmann wechselt ans Geißbockheim, ein anderer muss den Klub auf Leihbasis verlassen.

Während in der Presse munter über zahlreiche Nachwuchskräfte und etablierte Abwehrspieler spekuliert wird, hat der 1. FC Köln einen Spieler aus dem Hut gezaubert, den bisher wohl noch niemand der schreibenden Zunft auf dem Zettel hatte. Also entweder war das ein Wunsch von Stale Solbakken (ich will wegen der Aussprache immer Stole schreiben und entschuldige mich schon mal, wenn mir der Fehler in Zukunft hin und wieder unterläuft) oder aber der EffZeh arbeitet mittlerweile so gut, dass die “wahren Namen” potenzieller Spieler nicht direkt an die Öffentlichkeit geraten.

Ich kannte Roshi bisher gar nicht. Woher auch. Man kann ja schließlich nicht jeden 19-jährigen aus Albanien kennen. Auch nicht, wenn er nach der letzten Saison als das “Talent der Liga” ausgezeichnet wurde. Das spricht aber schon für ihn.

Roshi ist seit zwei Jahren Stammspieler bei Flamurtari Vlore. Mit dem Klub wurde er zuletzt Vizemeister. Also kein schlechter einheimischer Verein. Dass sich ein 19-jähriger dort behauptet, lässt zumindest aufhorchen. weltfussball.de führt ihn als Stürmer, ansonsten wird immer von einem Mittelfeldspieler geschrieben. Jedoch einem mit Offensivqualitäten, der vornehmlich über die Flügel kommen soll. Damit wären wir auf den Außen komplett. Wenn uns kein Spieler mehr verlässt wären die beiden Flügel doppelt besetzt. Und das gar nicht so schlecht.

Für die U21 seines Landes hat er zwei Tore in zwei Spielen erzielt. Bei der 1:8 Niederlage gegen den FC Motherwell in der Europa League-Qualifikation erzielte Roshi das einzige Tor von Vlore. In der ersten Liga hat er 50 Erstligaspiele bestritten und dabei acht Mal getroffen. In der letzten Saison war er fünf Mal erfolgreich.

Ansonsten sollte man nicht zu viel erwarten. Er ist für die zweite Reihe gedacht und muss sich erstmal in Deutschland zurecht finden. Volker Finke bezeichnet ihn bewusst als Perspektivspieler.

An anderer Spieler aus unserem Offensivnachwuchs soll in der zweiten Liga Erfahrung sammeln. Simon Terodde wechselt auf Leihbasis zum 1. FC Union Berlin (der Spielbeobachter dürfte sich freuen, der Abschied fällt für ihn nicht ganz so schwer, wenn er es überhaupt getan hätte). Tut dem Jungen gut. Die Bundesliga ist aktuell noch eine Nummer zu groß. Terodde muss reifen und hätte hinter Nova auch nächste Saison zu wenig Spielpraxis erhalten. Seinen Instinkt vor dem Tor hat er zumindest in der zweiten Mannschaft bewiesen, wo er mit zwölf Saisontoren zu den erfolgreichsten Schützen gehörte. Ich denke, Union passt ganz gut und zweite Liga tut ihm gut, um sich weiterzuentwickeln oder einsehen zu müssen, dass das Profigeschäft vielleicht doch nichts für ihn ist. Ich wünsche ihm viel Glück und vielleicht werden seine Brecherqualitäten irgendwann auch für den EffZeh wieder wertvoll.

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