Man kann nicht alles haben

Bremen 1 Frings, 91
Köln 0 Fehlanzeige

Ich habe nichts vom Spiel gesehen. Rein gar nichts. Ich habe gegrillt und die Sonne genossen. Oft, wenn ich keine Bilder erhaschen kann, suche ich zumindest nachträglich noch mal Videos raus, um einen besseren Eindruck vom Spiel gewinnen zu können. Diesmal nicht.

Man kann nicht mal sagen, dass ich dazu einfach keinen Nerv mehr hatte. Schließlich haben wir am Wochenende nicht mit 1:5 verloren. Es war ein knappes 0:1, das sogar erst in der Nachspielzeit erzielt wurde. Durch einen Handelfmeter. Bremen, bedankt euch bei Geromel!

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Richtig unglücklich, weil ich mich schon auf den einen Punkt gefreut hatte, nachdem ich in der 80. Minute mal kurz im Teletext geluschert hatte. Schade, echt schade. Wäre doch eine runde Sache gewesen.

Trotzdem.
Das ist in Ordnung. Ein Bremer Offensivfeuerwerk hätte die ganze Geschichte wesentlich deutlicher aussehen lassen. Dass es nicht so gekommen ist, verdanken wir unserem überragenden Schlussmann Thomas Kessler, der kurzfristig einspringen musste und mit starken Paraden Werbung in eigener Sache betrieb. Es war dann wohl seine letzte Partie für den FC. Ein glänzender Schlusspunkt. Schade eigentlich, dass das Eigengewächs nicht die Chance erhält Mondragon einestages zu beerben. Da geht wieder ein Nachwuchsmann von Bord.

Die anderen Talente des Tages durften sich über die gute Leistung der ersten Elf auch nicht wirklich freuen. Da es lange so eng war und der Punkt schon winkte, mussten Salger, Yabo und Yalcin auf der Bank Platz nehmen und diese 90 Minuten wärmen. Vielleicht dürfen sie dann in den nächsten beiden Spielen noch (weitere) Bundesligaluft schnuppern.

Für mich überraschend, dass Maniche wieder von Beginn an ran durfte. Ein Zeichen, dass er bleiben wird? Dass man auf ihn baut? Kicker gibt ihm die fünf. Muss nicht zwingend was heißen. Wie habt ihr seine Leistung gesehen? Genau wie der Portugiese kürte der Kicker auch Novakovic zum schlechtesten Spieler. Beide mussten raus. Ob dann vielleicht demnächst die Jungen sogar mal direkt vom Start weg eine Chance bekommen?

Ich würde es begrüßen. Wirklich verfolgen kann ich die kommende Partie aber auch nicht. Ich wildere auf Einladung einer Exil-Schalkerin mal Gelsenkirchen und werde verstärkt auf Toreinblendungen aus Köln warten… zwischendurch… denn vorrangig schau ich mir erstmal die Arena an und hoffe auf guten Heim-Fußball. Ist in Köln ja nicht unbedingt angesagt.

Stimmen

In der ersten Halbzeit spielte der FC diszipliniert wie man es kennt und hatte gegen ratlos scheinende Bremer die 1000% Chance: Poldi nach feinem Doppelpass mit rechts völlig frei und unbedrängt an Wiese und am Tor vorbei! So etwas darf nicht passieren!

Samba Köln

Die Gäste verteidigten nun nicht mehr so souverän wie zuvor in der ersten Spielhälfte. Werder investierte jetzt mehr, Chancen folgten auf dem Fuß.

Kicker

Nach einer perfekten Ehret-Flanke von der linken Seite tauchte Novakovic (72.) frei im Strafraum auf und hämmerte den Ball aus zentraler Position an die Latte.

1. FC Köln

Hand! Hand! 35.000 Werder-Fans schreien sich die Kehle aus dem Leib und trauen ihrer Wahrnehmung nicht. Der Kölner hatte Hand gespielt. In der Nachspielzeit! Am langen Pfosten. Bei Werders allerletzter Chance. Unfassbar! Und der Schiri? Elfer? Elfer!

Werder Bremen

Schiedsrichter Winkmann schickte den FC-Verteidiger folgerichtig mit Rot vom Feld und entschied auf Elfmeter: Ex-Nationalspieler Thorsten Frings ließ sich die Chance nicht entgehen und verwandelte unhaltbar für Kessler zum 1:0-Siegtreffer für die Gastgeber (90.+1).

fcfp.de

90 Minuten Dauergesang der FC-Fans in Bremen. Das Stadion fest in kölscher Hand. Da staunten die grünweißen Zuschauer nicht schlecht. Soviel Fan-Power ist man an der Weser nicht gewohnt.

Werbebock

„Die Diskussion war ja, ob meine Mannschaft ohne Druck funktionieren würde. Aber sie hat 90 Minuten lang gekämpft. Darum ist es bitter, so zu verlieren“, sagte FC-Trainer Zvonimir Soldo.

ksta.de

`Vorher sind wir angerannt und haben alles versucht, aber es war heute sehr schwer. Wir mussten es am Ende mit langen Bällen versuchen. Das ist nicht immer das schönste Mittel, aber es hat am Ende geholfen.´

11 Freunde

Zahlen und Daten

Platz: 13
Punkte: 37
Tore: 31
Gegentore: 39
Nächster Gegner: SC Freiburg

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