Obama versus Schröder

Was haben wir vor Monaten neidisch gen Amerika geschaut. Da stand ein charmanter Typ auf einem Podest und hielt eine mitreißende Rede. Zuvor hatte er im Internet die Werbetrommel gerührt und galt als Inbegriff des neuen Poltikers. In Deutschland hatten wir keinen twitternden Obama. Aber hätten ihn so gern gehabt.

Halbherzige Versuche ihm nachzueifern verpufften recht schnell. Zum Glück! Denn wenn, dann sollte es schon authentisch sein. Obamalesk quasi.

Die nächste Generation guter und sympathischer Politiker muss also her.
Aber anscheinend wollen wir solche Leute gar nicht haben. Wir bewundern das Ausland, wenn sie Politiker von nebenan präsentieren, aber möchte solche jugendlichen Personen ja nicht in unseren Politikerreihen sehen. Zu modern all der ganze Schnickschnack.

Oder wie erklärt man sich, wie gute Ansätze jetzt gnadenlos ausgebremst werden.
Westerwelle ist zwar nicht mehr der Jüngste, aber doch ein Sympathiebolzen. Der Dauergrinser könnte mit seiner offenen Art gerade im Ausland neue Sympathien für Deutschland gewinnen. Aber anstatt stolz auf ihn zu sein, wird er angefeindet und gleich mal eiskalt ausgebremst.

Rösler bringt neuen jugendlichen Schwung in die Parteienlandschaft. Er muss nicht twitternd und chatten. Soll er auch gar nicht, wenn es nicht seine Art ist. Aber er kommt einfach nett rüber. Seine neuen Ideen werden, aber gleich mal zerrissen.

Deutschland will keinen Obama.
Deutschland möchte einen erfahrenen Politiker, der mal nett lächelt, beim Staatsbesuch winkt und knuddelt. Aber ja nicht modern und zukunftsorientiert ist.
Deutschland will einen Gerhard Schröder.

Na dann, gute Nacht.
Denn ich nicht!

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