Wenn Zeiten nicht mehr gelten

Grabbelkiste Bundesliga
Es geht los… oder weiter?
Transfergeschacher, Gerüchte und Angebote in jeder Ecke. Mitten im Spielbetrieb. Im absoluten Niemandsland zwischen zwei Transferfenstern werden die nächsten Deals schon eingefädelt oder angeleiert.

Bestes Beispiel FCB

Die Bayern veräußerten unter der Woche José Ernesto Sosa an Estudiantes in Argentinien. Das Mittelfeldtalent (ist es überhaupt noch eins?) wird umgehend ausgeliehen? Das geht? Ich bin verwirrt. Er stand doch im offiziellen Kader der Münchner. Drei Bundesligaspiele hat er absolviert. Ein Verkauf ist also nicht möglich. Aber eine Leihe geht immer? Wenn ja, dann braucht man auch keine Transferfristen mehr, oder? Einfach einen Wunschspieler für ein halbes Jahr ausleihen und danach fest kaufen. Kann man sich ja per Vorkaufsrecht schon festschreiben lassen.

Ich dachte immer, nur vereinslose Spieler können sich auch nach Schließen des Transfermarktes noch einem Verein anschließen.

Merkwürdig.
Aber Bayern geht gleich mal weiter und bietet prompt weitere Spieler zum Verkauf an… natürlich für die Winterphase… schon klar…
Mit Baumjohann findet sich gleich das zweite (überschätzte?) Talent wieder. Genauso wie Breno. Görlitz darf auch und Lell ja sowieso jedes Jahr. Zudem wird auch über die Herren Toni und Timoschtschuk spekuliert. Toni war ja absehbar. Seinen Abgang hätte ich schon im Sommer erwartet, aber dass man den 11-Millionen-Sommereinkauf so schnell fallen lässt, wirkt schon befremdlich. Sollte es schon kommen, sehe ich schon Hoeneß‘ roten Kopf, der sich verfehlte Einkaufspolitik vorhalten lassen muss… direkt zum Abschied…

Bei Breno könnte ich mir gar – nach der Sache mit Sosa – eine sofortige Leihe zum FC Sao Paolo vorstellen…

Doch Bayern ist nicht allein

Auch im hohen Norden wird munter spekuliert.
Der HSV kann einfach nicht von van der Vaart lassen und wird stetig ins Spiel gebracht. Egal, ob man nun einen Stürmer sucht oder nicht. VdV zieht immer. Und wenn das so weitergeht, dass der Holländer auch im Sommer keinen neuen Vertrag findet, rückt in meinen Augen sogar eine Ausleihe in den Bereich des Möglichen… gern auch nach dem Transferfenster… irgendwann mitten im April. Also rechtzeitig im Meisterschaftsendspurt.

Was vorne passiert, muss hinten ausgeglichen werden und so fällt bei den Hamburgern gar der Name Robert Enke.
Nur warum, ist hier die Frage. Klar, der Rost wird nicht jünger. Aber Enke ist auch „nur“ vier Jahre jünger und auch schon jenseits der 30. Gerade, wo immer mehr junge Torhüter beweisen, dass man auch schon früh konstant gute Leistungen abrufen kann, sollte man bei den Rothosen nicht unbedingt auf Enke bauen, nur um einen weiteren Nationalspieler im Kader zu haben.

Dann lieber mit Rost einen noch immer fitten und überragenden Führungsspieler Jahr um Jahr verlängern, um dann auf einen Mitzwanziger zu bauen.

Wahrscheinlich könnte ich hier jeden Verein durchgehen.
Überall wird geplant und wer weiß was nicht schon alles verhandelt. Nicht nur im stillen Kämmerlein, sondern auch sehr offen, so dass wirklich die Frage erlaubt sein muss, welchen Sinn Transferperioden heutzutage noch ausmachen.

Antworten sind gern gesehen… und gelesen… und werden kommentiert…

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