Dann kann man auch zum Tennis gehen

Kolumbien raubt seinen Fans das wichtigste Fußball-Elixier. Die Emotionen!
Der Verband sah nach anhaltenden Ausschreitungen keine andere Lösung mehr, als den Gästefans zu verbieten, sich zu seinem Verein zu bekennen. Sie dürfen wegen Triktos tragen, nach Fahnen schwenken oder vielleicht sogar den eigenen Verein anfeuern. Idealerweise sollen sie auch die Heimmannschaft lauthals anfeuern und die Gastmannschaft auf’s übelste verunglimpfen.

Wer das nicht über’s Herz bringt, sei doch zumindest dazu angehalten, sich neutral in weiß zu kleiden, als Dame des Vereins einen riesigen Hut aufzusetzen und still auf dem Sitzplatz Platz zu nehmen, um dann fast regungslos nur dem Ball zu folgen. Von rechts nach links und links nach rechts. Applaus bitte nur dezent einstreuen und wenn doch mal eine knifflige Situation einen kleinen Gefühlsausbruch provoziert, den Schmährufen der Heimfans gehorchen, die dann freundlich, aber bestimmend „quite please“ schreien.

Liebe Leute, wenn das euer Ausweg aus anhaltenden Krawallen in und um Stadien ist, dann reist die Arenen lieber vollständig ab und setzt Fußball auf eine gesetzliche Verbotsliste. Ohne Emotionen macht dieser Sport nämlich gar keinen Spaß.

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