Kinderarbeit ist verboten

… und das ist gut so.

Umso bekloppter, was gerade in Boliven vonstatten ging.
Dort debütierte beim Spiel Aurora Cochabamba und La Paz ein gewisser Mauricio Baldivieso. In der 81. Minute wurde er eingewechselt und durfte die ersten Minuten auf einem Profirasen verbringen. An sich keine ungewöhnliche Geschichte. Wenn Baldivieso nicht erst 12 Jahre jung wäre!

12! Da habe ich noch im Sandkasten gespielt. Naja, nicht ganz. Aber mit Lego noch allemal und beim Kicken im Innenhof habe ich nie ernsthaft daran gedacht mal vor hunderten oder tausenden Zuschauer zu spielen. Für Baldivieso ist damit ein Traum wahr geworden. Ganz sicher. Aber gleichzeitig wird ihm schon viel zu früh die Kindheit geraubt. Der Junge kann gar nicht glücklich werden. Gleichzeitig ist es unverantwortlich einem so jungen Kerl so eine Bürde aufzusetzen. Haben die in Bolivien nicht genug alte Spieler oder warum muss man einem Zwölfjährigen diesen Druck aufbürden?

Mich würde es nicht wundern, wenn es bald nicht nur wegen üblen Fouls, wie bei seinem ersten Spiel jämmerlich anfängt zu weinen, sondern wenn er an all die verlorenen Möglichkeiten eines Kindes denkt. Ich bin froh, dass ich nie genug Fußballertalent hatte und unbehelligt mit meinen Plastiksteinen spielen konnte.

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