Sosa ist frei. Schlecht für Köln

Seit Wochen rauscht es durch den kölschen Blätterwald. Nach Lukas Podolski will der 1. FC Köln einen zweiten Bayernspieler ans Geißbockheim lotsen. Dabei haben Meier & Co. ein Auge auf José Sosa geworfen, der bei den Münchnern nicht derart überzeugen konnte, dass er gesetzt wäre, aber gerade zum Ende der letzten Saison sein riesiges Potenzial andeutete. Ein Spieler mit Ideen, Kreativität und den technishcen Möglichkeiten, diese dann auch in die Tat umzusetzen. So ein Spieler stände dem FC gut zu Gesicht. Besonders, da Neu-Trainer Soldo gern einen Spielmacher installieren möchte, um Poldi und Novakovic noch besser in Szene zu setzen.

Was lange wie Utopie aussah, entwickelte sich dennoch mehr und mehr zu einer Option, nachdem Louis van Gaal durchblicken ließ, dass er nicht unbedingt mit Sosa planen würde. Eine Ausleihe rückte in greifbare Nähe und wurde nun doch weit von uns gestoßen. Der neue Trainer des FCB will den eigenen Kader aufräumen und sich von Spielern trennen. Unter anderem wäre Sosa nun endlich frei.

Endlich? Nicht aus Kölner Sicht. Am Geißbockheim wird man die Hoffnungen auf den Mittelfeldspieler wohl begraben müssen. Denn kaufen kann der FC einen Spieler dieser Klasse nicht. Zehn Millionen Euro Ablöse stehen im Raum. Das kann sich Köln nur leisten, wenn es um Podolski geht. Bei anderen Spielern fehlt das nötige Kleingeld. Erst recht nach einer Verpflichtung von Poldi.

Eine Ausleihe wäre die einzige Möglichkeit gewesen, den Spieler wirklich zu verpflichten. Hätte van Gaal nur ein Fünkchen Vertrauen in Sosa gehabt, um ihm zwar Spielpraxis in einer anderen Mannschaft zu schenken ohne ihn aber völlig zu verlieren, hätte Köln wohl gute Karten gehabt. Weil Meier & Co. schon früh an dem Argentinier dran waren. Glaubt man den Gerüchten, will Bayern Sosa verkaufen. Damit schwinden alle Chancen des FC. Erst recht, da ich glaube, dass sich genügend Interessenten für den Techniker finden lassen.

Schade!

Man muss sich anders orientieren.
In der Gerüchteküche werden aber erstmal andere Namen gehandelt. Wobei sich das Thema Emir Spahic wohl erledigt hat. Was schon nach guten Gesprächen aussah, ist nun doch gescheitert. Meier bestätigte, dass er sicherlich nicht kommen wird. Vorerst.
Dafür taucht vermehrt der Name Evaldo in den Gazetten auf. Der 28-jährige könnte aus Braga kommen und in Konkurrent zu Pierre Womé treten. Doch auch hier blockt Meier erstmal ab. Priorität besitzt der rechte Flügel.
Und da kommt wieder der FC Bayern München ins Spiel und ein alter Bekannter in den Fokus. Christian Lell darf München verlassen. Seine angestammte Position ist rechts hinten. Zwischen 2004 und 2006 schnürte er schon einmal die Schuhe für den 1. FC Köln. Eine Rückkehr ist trotz allem eher unwahrscheinlich. Lell würde zwar mehe Erfahrung mitbringen, aber wird konsequent (und auch zu Recht?!) unterschätzt und wäre eher die solide Variante. Brecko hätte in diesem Fall die Nase vorn.

Dann doch lieber Sosa… oder Breno, der die Bayern ebenso verlassen dürfte, aber nicht wesentlich billiger als Sosa werden dürfte. Oder halt Zé Roberto, der wohl auch mit Köln in Verbindung gebracht wird und passenderweise nicht aus einem Vertrag heraus gekauft werden müsste.

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