Ein Außenverteidiger muss offensiv gut sein. Defensiv aber auch

Kinners, was für einen außerordentlich guten Job machen Schmadtke und Jakobs da aktuell schon wieder. Im Angesicht der hervorragenden sportlichen Situation, sind sie und ihr Team mittendrin, um die Zukunft zu planen.

Mit Yannick Gerhardt und Kevin Wimmer konnten die beiden Aufsteiger der Saison langfristig an den EffZeh gebunden werden. Ein wichtiges Signal. Vom Verein, der langfristig planen möchte. Aber auch von den Spielern, die sich nach einem starken Halbjahr nicht von englischen Angeboten blenden lassen. Sie wissen, dass das Trainerteam auf sie baut und ihnen das nötige Vertrauen schenken. Elementar für einen jungen Mann, um sich weiter zu entwickeln. Erst recht, wenn die Bundesliga ruft.

Gleichzeitzig wurde die Defensive weiter aufgerüstet. Während in der Offensive mit Finne und Nagasawa zwei junge Leute ab sofort ins Team integriert werden können, stößt im Sommer mit Olkowski im Sommer ein neuer Rechtsverteidiger zum Team. Ein sinnvoller Transfer. Auf der Flanke hat Brecko seit einigen Jahren keine echte Konkurrenz. Seinen Dienst hat der Slowene trotz allem souverän gemeistert. Aber er wird auch nicht jünger und Konkurrenz dürfte nicht schade. Brecko ist solide, mit einigen Ausschlägen nach oben. Aber nicht konstant überragend.

Ob Olkowski hier aber für den nötigen Druck sorgen kann, ist auch eher ungewiss. Man liest sicherlich viel positives vom dem Mann, den ich bisher nicht einschätzen kann. Zudem wissen wir alle, dass es auf den Außenpositionen in der Verteidigung kein Überangebot an starken Spielern gibt. Fragt mal Jogi Löw. Von unserem Mann auf links sagt man ja auch, dass er im defensiven Mittelfeld noch besser aufgehoben wäre (Pep Guardiola hätte ihn vielleicht längst dort installiert). Umso wichtiger ist es, wenn eine Mannschaft frühzeitig planen und sich einen interessanten Mann damit frühzeitig sichern kann.

Was mich ein wenig stutzig werden lässt sind Einschätzungen zu seinen Fähigkeiten.

Sein Defensiv-Zweikampf gilt als steigerungsfähig. Als herausragende Eigenschaften gelten seine Schnelligkeit und Offensivfreude.

Es ist sicherlich schön und im aktuellen Fußball fast unerlässlich, dass sich die Außenspieler auch ins Offensivspiel einschalten. Allerdings sind und bleiben sie für mich erstmal Defensivakteure, die ihre Bahn dicht machen sollen. Erst recht in Liga eins, wo man es dann schon mal mit Spielern vom Kaliber Ribery, Kuba, Sam & Co. zu tun bekommt. Hier gilt – speziell für einen Aufsteiger – safety first. Selbst, wenn man mitspielen möchte und eine offensive Ausrichtung präferiert.

Praktisch ist es sicherlich, dass der polnische Nationalspieler auch im Mittelfeld eingesetzt werden kann. In der Offensive benötigen wir jedoch eher keine Alternativen. Da sind wir auch in der Bundesliga gut aufgestellt. Deshalb muss man mal abwarten, wie gut sich Olkowski am Geißbockheim präsentiert. Das Gute ist, dass Brecko auch in der nächsten Saison noch da sein dürfte und sich der Pole damit in seinem Schatten weiterentwickeln kann. Speziell defensiv und hier die Anforderungen von Stöger lernen kann.

Und am Ende siegt doch das Vertrauen in unser aktuelles Führungsteam. Sie machen so einen guten Eindruck und so eine starke Arbeit, dass auch dieser Transfer gut überlegt sein dürfte.

In diesem Sinne: Come on FC!

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