Aufgaben gibt es zu hauf

Also langsam wird es mächtig eng. Sah es zum Saisonabschluss noch so aus, als würden wir schnell einen neuen Trainer präsentieren, stehen wir nun, drei Wochen später immer noch ohne Übungsleiter da. Was an sich kein großes Problem ist, schließlich will die Entscheidung gut überlegt sein. Aber in der kurzen Sommerpause ist die sich hinziehende Suche auch ein Hemmschuh bei der Gestaltung des Kaders. Der im übrigen in nicht einmal zwei Wochen schon mit der Vorbereitung beginnt. Da muss die Integration der Neuzugänge schnell erfolgen und der neue Trainer rapide seine Vorstellungen vermitteln.

Neuer Übungsleiter dürfte Roger Schmidt werden, der aus Salzburg kommt und nach der Absage von Mike Büskens der aktuelle Favorit zu sein scheint. Ich kann seine Arbeit schwer einschätzen, wenn ich aber die anderen möglichen Kandidaten (Babbel, Funkel) sehe, dann bin ich mit der Wahl fein.

Ob vielleicht doch noch Jörg Schmadtke kommt, um das Gesicht nach außen zu werden, ist derzeit offen und mir egal. Sicher ist nur, dass Jörg Jakobs und Frank Schaefer weiterhin im Hintergrund bleiben wollen, wo sie in meinen Augen gute Arbeit leisten.

Aus der defensiven Position sollen die ersten Transfers bereits angeschoben worden sein. Vollzug wird erst vermeldet, wenn der neue Trainer da und sein go gegeben hat. Bzw. die jeweiligen Spieler mit dem neuen Trainer zusammen arbeiten wollen. Wie man liest, sollen Marcel Risse und Anthony Ujah erst auf die Vorstellung des Trainers warten, ehe sie einen Vertrag unterschreiben. Die Rahmenbedingungen für eine Zusammenarbeit sollen abgeklärt worden sein. Ja, auch mit Ujah, der in Mainz weiterhin keine Chance erhalten dürfte und der wohl nicht die Angebote erhalten hat, die er sich vorstellte. Sein Kauf kann mit den drei Millionen aus dem Clemens-Wechsel gestemmt werden.

Damit ist aber auch klar, dass von den Clemens-Millionen kaum was übrig bleibt, um den Kader weiter aufzuwerten. Schwierig, weil noch Bedarf besteht. Im defensiven Mittelfeld brauchen wir noch einen Mann, neben Risse wohl noch einen weiteren für die offensive Außenposition, zudem einen zentralen Mann und einen zweiten Stürmer. Eigentlich auch noch einen Innenverteidiger nach dem Ausfall von McKenna. Doch irgendwann sind uns die Hände (finanziell) gebunden. Wir werden hier wohl das Risiko mit jungen Alternativen gehen müssen. Oder dürfen.

Ein Basala-Mazana ist für mich der Backup für Brecko, so wie Gerhardt und Wimmer auf der LV die Alternativen sind. Wimmer kann auch innen verteidigen und dort mit Lukas Kübler und/oder Jannik Müller die zweite Reihe besetzen. Gerhardt kann ebenfalls im DM eingesetzt werden. In der offensiven Zentralposition stehen Bigalke, Schnellhardt und eventuell Hömig bereit. Jedoch wahrscheinlich nur als Ersatz, als Leistungsträger sind sie wohl noch nicht so weit. Im Angriff ist weiterhin Pritsche die erste Alternative und man muss warten, was mit Ishak passiert.

Jakobs wird gerade auf der Abgabenseite viel leisten müssen. Neben Ishak muss auch eine Lösung bei Peszko (ja, der gehört wieder uns) gefunden werden. Zudem brauchen wir Abnehmer für Jajalo und Lehmann. Sie können Handlungsspielraum für neue Spieler schaffen oder Neuverpflichtungen blockieren.

Klar scheint nur, dass wir unseren Kader erst spät zusammen haben werden. Ein Traumstart in die Saison dürfte damit nur schwer zu schaffen sein. Was ja aber kein Grund ist, die Saison früh abzuschenken, wie uns das letzte Jahr gelehrt hat. Doch es werden unruhige Zeiten. Deshalb müssen alle Schüsse sitzen. Sowohl im Kader, als auch auf der Trainerbank.

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