Erste Testspielerkenntnisse

Testspiele zu Beginn einer Vorbereitung sind immer mit Vorsicht zu genießen. Die Gegner sind schwach, die Mannschaft noch nicht eingespielt (gerade wenn ein großer Umbruch vonstatten ging) und vom ersten Konditionstraining geschafft. Spieler sind im Kader, die sich entweder empfehlen sollen (aus der eigenen Jugend) oder noch abgegeben werden können. Trotzdem lassen sich Tendenzen abzeichen. Ein Kagawa war in Dortmund vor zwei Jahren in der Vorbereitung schon dermaßen stark, dass ich ihn mir frühzeitig in mein Kicker-Managerteam holte. Andere Spieler glänzen als Vorbereitungstorjäger und kommen in der Liga gar nicht zum Zug.

Soll ich trotzdem schreiben?
Ja. Zumindest ein bisschen.

Das 4-2-3-1 kristallisiert sich schon jetzt raus. Dabei rotiert die offensive Dreierreihe munter durch. Wir haben dort Spieler, die auf allen Positionen (zumindest teilweise) spielen können. Ein Schnellhardt, ein Buchtmann und ein Roshi bringen hier auch eine gewisse Kreativität rein. Das Zwei-Stürmer-System könnte sich erst etablieren, wenn wir keinen geeigneten Zehner finden (im aktuellen Kader). Aber wie gesagt, das dürfte eh nicht das Problem sein. Ich erwarte nicht, dass wir mit klassischem Regisseur spielen, sondern eher mit Leuten, die ständig in Bewegung und damit weniger ausrechenbar sind.

Nach dem 5:0 gegen Lingen, besiegten wir den SC Brühl mit 3:0 und legten dann ein 5:0 gegen den FC Pesch hinterher. Stanislawski tauschte munter durch.

Matthias Lehmann scheint schon der Leader auf dem Platz zu sein. Er arbeitet und hält die Zügel in der Hand. Hoffentlich kann er das auch gegen stärkere Gegner unterstreichen. Tese erhält wirklich seine Chance, sich für die zentrale Rolle im Angriff zu empfehlen. Drei Treffer gelangen ihm gegen Pesch. Soll noch nichts heißen, aber zeigt, dass er sich nicht aufgegeben hat. Er bringt ja durchaus gewisse Qualitäten mit und ein wenig Erfahrung im Sturm tut der Krabbelgruppe sicher gut. Wobei sich Mikael Ishak in guter Verfassung präsentiert. In der EM-Quali mit der schwedischen U21 gelangen ihm zuletzt vier Tore in drei Spiele und gegen Pesch war er als Einwechsler erfolgreich. Kacper Przybylko hatte gegen Brühl etwas Pech im Abschluss.

“Dazu haben wir mit Kevin Wimmer eine Alternative, auch wenn er als Innenverteidiger vorgesehen ist. Mit Kostas Giannoulis haben wir einen Mann auf dem Zettel, der in Griechenland eine gute Saison gespielt hat. Rechts ist mit Lukas Kübler ein Junge dabei, dem man bei seiner Entwicklung täglich zusehen kann.“

Auch auf Seiten der Abgänge tut sich etwas

José Pierre Vunguidica verlässt uns endgültig. Er schließt sich dem SV Wehen-Wiesbaden an. Überraschend wurde die Option bei Slawomir Peszko gezogen. Der Vertrag verlängerte sich damit und der Polen steht weiter auf der Gehaltsliste. Warum? Der EffZeh will noch Geld mit ihm erzielen. Ohne das Ziehen der Option hätte er ablösefrei (wohl nach Augsburg) wechseln können. Das wollte man vermeiden, um immerhin einen mittleren sechsstelligen Betrag einzustreichen. Die Gefahr, dass er keinen neuen Arbeitgeber findet und damit unsere Personalkosten belastet, sind dadurch vorhanden. Aber bei einem Spieler seiner Qualität sollte sich eigentlich ein Abnehmer finden. Aber das denke ich ja bei einigen Spielern und bin überrascht, dass es hier so zögerlich vorwärts geht…

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