Untragbar

Die Geschichte Maniche geht allmählich zu Ende.
Der Portugiese nutzte seine Sperre, um gezielt negative Schlagzeilen zu produzieren. Die Fahrt mit seinem Privatauto, der Stinkefinger und kein Zeichen von Reue. Man könnte meinen, Maniche provoziert seinen Abschied.

Weil er den Erwartungen an seine Person nicht gerecht werden konnte.
Auch ich hatte mich vom Namen und seinen alten Erfolgen blenden lassen. Klingt ja auch schön, wenn ein portugiesischer Nationalspieler ans Geißbockheim kommt, der schon einige Erfolge feiern konnte.
Nur halt nicht in jüngster Vergangenheit. Da sorgte der Alt-Internationale in den letzten fünf Jahren für einige Skandälchen und ständige Vereinswechsel. Anspruch und Wirklichkeit lagen weit auseinander.

So auch in Köln.
Der Gute wird wohl gedacht haben, dass er mit dem FC ums internationale Geschäft mitspielen kann. Schließlich wurde ein deutscher Nationalspieler für 10 Millionen geholt. Mit Petit stand ein alter Weggefährte schon unter Vertrag. Mit Geromel befindet sich der ehemals beste Verteidiger in der portugiesischen Liga im Aufgebot. Mondragon soll ja auch kein schlechter sein. Zusammen mit Mohamad bildeten sie eine der besten Abwehrreihen der Liga. Novakovic ist Nationalstürmer und Goalgetter. Da muss es ja nach oben gehen.

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Nur hat sich Maniche eher nicht mit der jüngsten Vergangenheit des 1. FC Köln beschäftigt. Wie auch, er hatte ja viel zu tun.
Von der glorreichen Tradition hatte er sicher schon mal gehört, aber nicht, dass sich der Verein die letzten über zehn Jahren im stetigen Auf und Ab befand. Dass es erst wieder die zweite Saison in der ersten Liga war. Dass Klassenerhalt angesagt war.

Das hat an einem „Weltstar“ wohl genagt.
Nun spricht alles für einen Abschied. Weil, ja weil er von seinen Problemen ablenkt, indem er die direkte Konfrontation sucht. Diese Energie hätte er mal lieber auf dem Rasen gezeigt. Da wäre seine Qualiftät wichtig gewesen. Und zwar konstant.

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Aber so ist Maniche für den Eff Zeh einfach untragbar.

Eine Trennung unausweichlich.
Sein Gehalt wird damit wieder frei. Vielleicht ein gewisser Teil, den man in Tosic investierten kann. Ein Spieler, der im Gegensatz zu Maniche sein Engagement als Chance sieht und nicht als Krönung.

Maniche untragbar also.
Und Novakovic? Der ist seit „Poldi, die Zweite“ ein Schatten seiner selbst. Der Killerinstinkt der letzten beiden Jahre ist ihm abhanden gekommen. Sechs Tore sind deutlich zu wenig und seine Lustlosigkeit auf dem Platz deutlich zu stark. Poldi und Nova, das passt wohl tatsächlich nicht. So untragbar, wie Maniche ist der Stürmer nicht, aber wenn man noch gutes Geld für den Slowenen bekommen könnte, dann sollte man die Gelegenheit nutzen.
Doch dazu vielleicht später nochmal mehr…

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