Wenn sich Siege relativieren

suedkurve

Ich erinnere mich noch gut zurück. Knapp drei Monate ist es jetzt her. Mitte November. Die Bundesliga lief auf Hochtouren und ich war außer Landes. So saß ich regelmäßig abends vor dem Netbook und kostete die kostenlosen W-Lan-Zugänge Amerikas aus, um mich zumindest halbwegs auf dem Laufenden zu halten. Wie es meinen Leute daheim geht und was der FC so treibt. Im Prinzip war es egal, da wir ja bekanntermaßen mit dem Hammerprogramm zu kämpfen hatten und ich ohnehin nicht mit einem Zähler gerechnet hatte, bis ich wieder zurück in Deutschland bin.

Dann landeten doch zwei kleine Kommentare in meinem Urlaubsblog. Mein Vater und der Vater meiner Freundin hielten mich damit fußballerisch auf dem Laufenden. Neben dem EM-Titel der DFB-Damen landeten auch zwei FC-Siege direkt in meinen Kopf. Zum Einen hatte Köln die Gesetze des Pokals für sich genutzt, um die Wölfe aus dem Wettbewerb zu kegeln. Viel wichtiger war mir jedoch der Sieg gegen den VfB Stuttgart. Liga geht einfach vor und so freute ich mich, einen der „Großen“ (Hey, der VfB war Vorjahresdritter!) besiegt zu haben. Gut für’s Punktekonto, gut für’s Selbstvertrauen.

Knapp drei Monate später freue ich mich noch immer über den Sieg. Drei Punkte, die wir nötiger nicht brauchen können.
Doch ein wenig ist die überschwängliche Freunde verflogen. Schließlich landeten diese drei Zähler nicht nach einem Duell gegen einen Topklub auf unserem Konto, sondern gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf.

[Foto: Tomas Caspers ]

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