Brecko darf sich freuen

Miso Brecko war einer der positiven Überraschungen in der letzten Saison. Als Ergänzungsspieler vom Hamburger SV verpflichtet, mauserte sich der Slowene zum Stammspieler beim 1. FC Köln. Standen bis zum Saisonstart erst 21 Bundesligaspiele auf seinem Konto, erhöhte er seine Erfahrung um 33 Partien in Deutschlands höchster Klasse. 2 Tore und 2 Vorlagen (Kicker-Notenschnitt 3,88) steuerte der 25-jährige Nationalspieler bei. Dabei profitierte er allen voran von seiner Vielseitigkeit und der Krankheit von Ümit Özat.

Rechts, wie links. Vorne, wie hinten. Aber auch zentral. Brecko kann fast überall spielen und stellt sich bedingungslos in den Dienst der Mannschaft. Obwohl er seine größten Qualitäten wohl eher in der Offensive besitzt, war er die beste Lösung auf der Position von Ümit. Hier bot er die konstantesten Leistungen von allen Anwärtern.

Unumstritten ist er trotz allem nicht, weswegen sich der FC in der Sommerpause intensiv um einen Rechtsverteidiger bemüht.
Bisher erfolglos. Während Brecko von Beginn an mittrainierte und die Testspiele absolvierte, kamen und gingen unzählige Namen ohne das eine Unterschrift erfolgte. Bis jetzt!

Köln hat den Kampf um Christopher Schorch gewonnen. Der 20-jährige hat die medizinische Untersuchung wohl schon bestanden und wird von Real Madrid ans Geißbockheim wechseln. Doch eher als Ergänzungsspieler. Seine Lieblingsposition ist die in der Innenverteidigung. Doch dort wird er sich hinter Geromel, Mohamad und McKenna anstellen müssen, so dass er sich einzige als rechtes Glied in der Viererkette Hoffnungen machen kann, um an regelmäßige Einsatzzeiten zu kommen.

Doch dort hat Brecko die Nase vorn. Wegen der letzten Saison und seier Erfahrung. Schroch wird noch zeit brauchen, um eine ernsthafte Alternative in der Bundesliga darzustellen.

Brecko darf sich freuen. Der große Brocken wird ihm nicht vor die Nase gesetzt, so dass sein Spielkonto weiter kräftig erhöht werden kann.

Der nächste Transfer sollte ihn ohnehin nicht weiter ängstigen.
Michael Meier arbeitet weiter an der Verpflichtung eines Taktgebers im Mittelfeld. Ein kreativer Spieler soll noch her, der Poldi und Novakovic in Szene setzen soll. Dabei rückt ein Name wieder in den Mittelpunkt, der schon einmal gehandelt wurde: José Sosa. Bayern München will den Techniker loswerden, damit er Spielpraxis sammeln kann. Für den angedachten Verkauf hat sich kein ernsthafter Interessent gefunden, so dass Köln wieder größere Chancen besitzt.

Ein Kauf wäre nicht zu stemmen gewesen. Eine Ausleihe ist angedacht. In Köln hofft man, dass sich der FCB darauf einlässt. Das wäre ein echter Kracher. Eine der Verpflichtung, die sich Poldi (und Nova) gewünscht haben.

Nach der Trennung von Vucicevic herscht auf der Position gähnende Leere. Um ihren Stammplatz „fürchten“ müssten deshalb wohl der Secher neben Petit bzw. der Mann auf dem linken Flügel. Kommt Sosa stellt sich für Soldo die Frage, mit welcher Taktik auftritt. Behält er das bisher einstudierte System mit zwei Sechsern und zwei offensiven Außen bei, wird Sosa wohl auf den linken Flügel rücken, wäre da aber meiner Ansicht nach verschenkt. Idealer wäre bei dem Personal eine Systemumstellung mit nur einem defensiven Mittelfeldspieler und einem offensiven Trio davor. Dann müssten die Außen (Ehret, Freis) verstärkter nach hinten arbeiten. Kommt es so, dürfen sich die FC-Anhänger aber auch ansehnlicheren Fußball freuen, als noch in der letzten Saison.

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.