Ich mag Oranje trotzdem nicht

Eine aktuelle Marktanalyse von Sportfive ergab, dass 31 Prozent der Deutschen die Niederländer mag. Damit zog das Nachbarland an, wie Italien, Frankreich oder Portugal vorbei. Verwunderlich finde ich die Entwicklung jedoch nicht: Schließlich sind die Niederländer schon seit Jahren keine ernsthafte Konkurrenz mehr für die DFB-Auswahl. Zumindest im direkten Vergleich und das bleibt wohl länger hängen, als andere Vergleiche. Unvergessen und noch immer bitter das 0:2 gegen Italien bei der WM 2006.

Aber gegen die Holländer kann ich mich in jüngster Zeit an keine bitteren Momente mehr erinnern. Zuletzt trennten sich beide Mannschaften 2005 in einem Testspiel mit 2:2 und bei der EM 2004 hieß es nach Schlusspfiff 1:1. Schiedlich friedlich eben.

Auch sonst machen die Niederländer kaum auf sich aufmerksam. Letztes Jahr scheiterten sie bei der EM im Viertelfinale und 2006 war gar schon im Achtelfinale Sense. Egal also.

Selbst bei den Damen hieß es in der EM-Qualifikation in diesem Jahr am Ende aus holländischer Sicht: 1:5 und 0:1 gegen Deutschland. Eine klare Sache.
Bei der U17-EM 2009 triumphierten zwei Mal die DFB-Jungs mit 2:0 und schließlich im Finale mit 2:1 nach Verlängerung!
Lediglich bei der U21 erzielten die Niederländer zuletzt einen Erfolg beim 4:0 in einem Testspiel. Passiert, ist längst abgehakt und vergessen.

Die Niederländer haben an Glanz verloren, sind dadurch aus deutscher Sicht unwichtiger geworden und punkten sicher auch deshalb in der Sympathietabelle.
Erst recht, wenn sie zudem die Bundesliga unterwandern, sei es in Form von Roy Makaay, Rafael van der Vaart oder Martin Jol (und einige weitere). Mit guten Leistungen betreiben sie gutes Marketing für ihre Nation. Eigentlich clever. Aber ich mag die trotzdem nicht.

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