Zu früh gejubelt

Osterzeit ist oft fußballfreie Zeit für mich.
Meistens bekomme ich erst spät die Ergebnisse.
Was auch OK ist.

Dieses Jahr war es ein wenig anders, da wir draußen saßen und mein Bruder seit Autoradio laufen ließ. Zumindest bis 16:00. Dann gab’s Kaffee und Kuchen. Und für mich ein breites Grinsen. Denn ich hatte noch das 1:0 mitbekommen. Führung gegen Dortmund und es keimte die Hoffnung auf, gegen Dortmund vielleicht doch zu gewinnen. Oder zumindest einen Punkt zu holen.
Beides wäre in Ordnung gewesen, da die Borussen zuletzt echt stark gespielt hatten.
Ich freute mich und hoffte.

Nach Spielschluss musste ich quasi doch nochmal kurz ins Wohnzimmer zum TV, um per Videotext die Ergebnisse einzuholen.
Vorrangig unser Ergebnis.

Dann die Ernüchterung.
1:3.
Typisches Beispiel für: Zu früh gefreut.

Subotic hatte seit Ewigkeiten noch mal getroffen.
Nach der Führung durch Hajnal war sowieso alles gelaufen.
Immerhin zwei Spieler, die ich irgendwo in einer Comunio- oder Kicker-Mannschaft im Kader habe.

Aber ansonsten war der FC mal wieder (zu) defensiv eingestellt. Zu tief – erst recht nach der Führung – um hier noch etwas entgegen zu setzen.
Einzig allein Mondragon hielt uns im Spiel.
Der Rest war noch nicht einmal erschreckend schwach, aber halt auch nicht überragend oder stark genug, um hier zurück zu schlagen.
Dass ausgerechnet Geromel noch das Eigentor zum 1:3 ins Netz beförderte, ist ein Zeichen für sich.
Im Moment soll es einfach nicht sein mit einer Überraschung, wie gegen Schalke in der Hinrunde oder Bayern zu Jahresbeginn.

Das Zittern „darf“ also weitergehen.
Hoffen kann man dann allein, dass Daum auch weiterhin Vucicevic das Vertrauen schenkt, der nicht nur Torschütze, sondern neben Mondragon einzig richtig starker Spieler gegen Dortmund war. Durch ihn blitzen doch immerhin einige kreative Momente auf und Novakovic kann hoffen, den richtigen Pass zu bekommen. Zudem bewies Vucicevic, dass er doch ins Schwarze treffen kann. Er will sich für einen Vertrag empfehlen. Ob beim FC oder woanders. Egal, wir sollten es in dieser Situation nutzen. Zentral! Hinter den Spitzen, wo er sich am Wohlsten fühlt und nicht, wie viel zu oft am Flügel. Das hat er am Samstag nochmal unterstrichen. Mit zwei Flügelspielern (aus meiner Sicht neben Ehret unbedingt auch Yalcin) wäre unser Offensivspiel nicht gänzlich tot.

Vielleicht gelingt dann gegen Stuttgart doch noch einmal eine Überraschung.
Spätestens in Hannover muss dann aber auch mal wieder gepunktet werden.
Damit ich auch nach dem Abpfiff (noch immer) jubeln kann.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert