Arsenal Turin

(taz) Die Jugendschule vom FC Arsenal London gilt als große Talentschmiede und Vorbild, wenn es um Nachwuchsförderung gilt. Mit diesem Konzept expandiert der Verein schon länger in der gesamten Welt. Wenn man durch die Ligen verschiedener, meist unterklassiger Ligen klickt, laufen einem immer wieder Vereinsnamen mit dem Kürzel Arsenal über den Weg. Nicht immer ein Zeichen für den großen Bruder aus England, aber oft ein Ansatz. Doch nun gegen die Briten noch einen Schritt weiter. Sie breiten ihr Netz auch innerhalb Europas aus und verhöhnen damit die einheimischen Vereine. In Spanien, Niederlande, Frankreich und Griechenland gibt es schon die Fußballschulen der Londoner. Nun ist auch Italien ins Blickfeld gerückt.

Im Umfeld von Juventus Turin hat Arsenal sein neuesten Trainingszentrum eröffnet. Seit März trainieren in einem kleinen Nest nahe Turin 220 Talente. Auf der Arsenal Soccer School sollen sie zu großen Talenten ausgebildet werden, die irgendwann auch in der englischen Mannschaft spielen sollen oder sich zumindest teuer verkaufen lassen. Eine clevere Idee. Die Londoner müssen nicht mit den Eltern der Kinder verhandeln, um die Talente nach England zu lotsen. Die angehenden Spieler können im gewohnten Umfeld bleiben. Gleichzeitig machen sie sich die typischen Fähigkeiten der einzelnen Länder zu Eigen und ergänzen sie durch ihren englischen Lehransätze. Durch diese intensive Sichtung wird Arsenal London auch in der Zukunft immer wieder herausragende Spielerpersönlichkeiten heraus bringen.

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