Die Alternative ohne erfahrenen Sechser

Der 1. FC Köln sucht händeringend nach einem erfahrenen Sechser, um die substantiellen Abgänge auf der Position aufzufangen. Bisher wurde lediglich der talentierte Okon-Engstler ans Geißbockheim geholt. Zudem konnte sich Talent Kristal in der Vorbereitung empfehlen. Beide haben jedoch eher ihre Stärken als offensivere Sechs oder Acht. Genauso, wie Johannesson. Bleibt also aktuell nur Krauß. Zu wenig, wenn es gegen offensivstarke Gegner geht. 

Gegen tiefstehende Gegner könnte eine Zentrale aus Krauß und Johannesson plus eventuell sogar Okon-Engstler bestehen. Verletzungen oder Sperren hätten einen genauso gravierenden Einfluss, wie letzte Saison die zahlreichen Ausfälle in der Innemverteidigung. Kessler muss nachlegen. In der Spitze, aber auch in der Breite. 

Gegen starke Gegner könnte eine Systemumstellung zumindest eine Option sein. Durch das Überangebot in der Verteidigung könnte Wagner hier auf Dreierkette umstellen. Krauß wäre davor alleiniger Sechser hinter vier offensiver ausgerichteten Spielern. Sollte Köln auf dem Transfermarkt gar nicht mehr erfolgreich sein, könnte ein 5-1-3-1 sogar der Standard werden. 

Wenn Wagner das überhaupt in Erwägung zieht oder bereits einstudieren lässt. Schlussendlich müssen wir uns aber auch mal ans vorhandene Personal richten, anstatt lediglich einem Wunschsystem hinterher zu hecheln. 

Aber selbst dann, hat Kessler noch zu tun und drängenden Handlungsbedarf. Ich befürworte die Strategie, nicht blind zu verpflichten, sondern nur zuzuschlagen, wenn es wirklich passt. Aber die personelle Lücke auf einer so entscheidenden Position macht mit durchaus Angst. Talent hin oder her. 

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