Besuch im Dorf. Nennen wir es Stadion

Eine Saison ist erst perfekt, wenn ich ein Auswärtsheimspiel habe. Also ein Auswärtsspiel des #effzeh bei mir im Ort. Gut, bis der Herzensverein in Elmshorn spielt, vergehen wohl noch einige Jahrtausende, aber Hamburg ist schon ganz ok und meine Herzensstadt. Da Karneval nicht geplant war, war mir diese Terminierung mal so ziemlich wurscht. Einzig, dass dadurch einige lieb gewonnene Kölner nicht die Reise in den Norden antraten. Dass der Block trotzdem rappelvoll und kunterbunt war, wundert trotzdem nicht. Und da das Stadion auch irgendwie nur ein Dorf ist, stolperte mir @Bucksen vor meine Füße. Im Schlepptau mit @mirnein und @Versuv. Am Bierstand, wo sonst.

Für den sozialen Austausch mussten mich ansonsten einige Jungs und Mädels vom #tkhh aushalten. Vor und nach dem Spiel. Schiedlich, friedlich. Warum auch nicht. Gab ja keinen Grund dafür irgendwie aneinander zu geraten.

Das Remis ist in Ordnung, geht klar und damit kann ich leben. Vielleicht, weil ich auch keine großen Erwartungen hatte. Sowohl positiv wie negativ. Ich hatte wohl noch nie so ein neutrales Gefühl vor einer Partie gehabt. Weder, dass wir das Ding heute sicher gewinnen, als auch, dass das heute nichts wird. Und nicht mal, dass das Unentschieden ausgeht. Was bleibt? Nicht. Nur Ratlosigkeit. Vorher. Und nachher halt Zufriedenheit. Obwohl am Sonntag durchaus mehr drinnen gewesen wäre.


Ich sag nur zwei Alutreffer und 20:5 Torschüsse. Auch wenn das im Ballbesitz gar nicht so daherkommt. Aber Köln hatte die klareren Möglichkeiten. Weil sie mehr Zug zum Tor entwickelten. Wär hätte das vor ein paar Monaten gedacht.
Maßgeblich daran beteiligt war vor allem Mladenovic, der wieder auf dem linken Flügel dran durfte. Dieses Mal jedoch weiter vorgezogen, da Stöger in der Mitte auf eine Dreierkette sorgte. Und da die Hausherren selber recht wenig Druck (über die Flügel) entwickelten, konnte unser Winterneuzugang auf dem Flügel seine offensiven Freiheiten nutzen und mehrmals in die Mitte flanken. Das sah wirklich mehr als ordentlich aus und macht Lust auf mehr. Risse fiel in dem Vergleich auf der gehenüber liegenden Seite ab, obwohl er in dem Spiel seine Stärken eigentlich perfekt hätte ausspielen können.

Ich persönlich hätte hier gern nochmal Olkowski gesehen. In der eher defensiven Ausrichtung mit nur drei Offensivspielern braucht die vordere Reihe einfach mehr Unterstützung. Vornehmlich über den Flügel. Doch Stöger wurde kein Anlass gegeben unbedingt wechseln zu müssen und dann ließ er es ganz. Konsequent.

Das Spiel ist ansonsten fix erzählt. Zoller erzielt das 1:0. Zu einem wie man gern sagt günstigen Zeitpunkt. Was der HSV zum Ausgleich ebenfalls sagen dürfte. Diesen optimalen Moment konnten beide Seiten jedoch nicht in einen besonderen Schub nutzen. So war Köln in Hälfte zwei besser, zwingender, aber ließ Chancen verstreichen. Für Zoller war es im Übrigen Saisontreffer Nummer fünf. Damit ist er zweitbester hinter Modeste (9). Dahinter kommt aber schon Maroh (2). Daran sieht man einmal mehr, wo es weiterhin hakt. Trotzdem. 1:1. Das passt. Platz gefestigt. Weitermachen.

Nächste Woche also Frankfurt. Da haben wir noch eine Rechnung offen. Dann wahrscheinlich nicht mit einer Dreierkette hinten und dafür einen Offensiven mehr. Wobei mir die defensive Stabilität mit den drückenden Außen durchaus gefallen hat. Diese Taktik dürfte nicht nur gegen Hamburg gut funktionieren. Warten wir es ab, Stöger wird’s schon richten und uns ggf einmal mehr überraschen.

Come on EffZeh!

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