Bobic zum „Bulgarischen Hoffenheim“

(kicker) Fredi Bobic mutiert doch nicht zum reinen Fußball-Experten, sondern setzt seine Erfahrungen gezielt ein, um wieder direkt im Sport drinnen zu sein. Ab sofort ist er Geschäftsführer (Sport/Marketing) bei Chernomorets 919 Burgas. Laut eigenen Aussagen ist der Verein die 1899 Hoffenheim von Bulgarien. Denn noch vor drei Jahren trat der Klub in der dritten Liga an. Mittlerweile kicken sie in der ersten Liga und messen sich dort mit den heimischen Größen, wie Levski, ZSKA und Lokomotive Sofia. Als aktuell Tabellenneunter findet sie die Mannschaft im Mittelfeld der Liga wieder. Eine gute Basis, um nach Höherem zu streben und gegebenenfalls etwas „Großes“ aufzubauen.

Zudem trifft der 37-järhige hier auf einen alten Bekannten. Krassimir Balakov betreut die Mannschaft seit Dezember letzten Jahren. Ein Sieg, ein Unentschieden und zwei Niederlagen stehe seitdem für den Bulgaren zu Buche. Ausbaufähig. Vielleicht jetzt mit Rückhalt eines altes Weggefährten. Die Beiden spielten früher zusammen beim VfB Stuttgart und bildeten mit Elber das „Magische Dreieck“. Vielleicht gelingt es sogar den ehemaligen Stürmer auch nach Bulgarien zu lotsen. Ende 2006 beendete der Brasilianer seine Karriere. In Burgas könnte das Trio wieder vereint werden.

Bis dahin gilt es den Klassenerhalt zu sichern. Dafür wollen Balakov und Bobic anscheinend zuerst die Defensive stärken. Zumindest deutet der erste Transfer in diese Richtung. Nachdem Stammkeeper Ivan Cvorovic operiert werden musste, verpflichtet Bobic kurzerhand Pascal Borel. Der ehemalige Mannheimer, Bremer und Ahlener Rückhalt stand bis letzten Sommer noch in Ungarn (Budapest Honvéd) unter Vertrag und war zuletzt vereinslos. Kein schlechter Griff für die Bulgaren.

Inwieweit Bobic nun noch seinen Experten-Status pflegen kann, bleibt abzuwarten. Zuletzt tauchte er vermehrt als Gast bei Premiere oder DSF auf und versuchte sich als Co-Moderator bei 90elf. Nun heißt es für den Geschäftsführer nicht nur zu fachsimpeln, sondern auch Taten folgen zu lassen, so dass man auch in Bulgarien bald von dem „Wunder von Burgas“ mit Tabellenführer Chernomorets berichten kann.

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