Lapaczinski zur SSV

(transfermarkt.de) Kennst du noch Denis Lapczinski? Er galt tatsächlich mal als ein mehr als gewöhnliches Verteidigertalent. Er war ein wirklich Großes. Ich persönlich hatte ihm vor knappen zehn Jahren den baldigen Sprung in die Nationalmannschaft zugetraut. Er war für mich die Prägung eines modernen Verteidigers, der nur noch einige Jährchen benötigen würde, um Praxis zu sammeln und sich weiter zu stehlen. Doch nichts da. Irgendwie verlief seine hoffnungsvolle Karriere im Sand.

Mit 20 wechselte er von Reutlingen zum Hauptstadtklub Hertha BSC. Er kam als Stammspieler und Führungskraft eines Zweitligisten. 33 Mal stand er für SSV auf dem Platz und erzielte als Abwehrspieler 6 Tore. Alle Wege standen ihm offen und versiegten in Berlin. Gebeutelt von Verletzungen und fehlendem Vertrauen bei BSC kam er auf nur 22 Bundesligaspiele… in drei Jahren. Hansa Rostock sollte der Ausweg werden. Aber im Abstiegskampf vertraute man eher gestandenen Spielern. 2006 flüchtete er nach Hoffenheim, wo er für die Zweite (Oberliga BW) 15 Spiele absolvierte. In der ersten Mannschaft durfte er nur zwei Mal ran. In der letzten Saison zählte er mit 27 Spielen zum Stamm bei 1899. Allerdings wieder in der zweiten Mannschaft.

Sein Vertrag wurde trotzdem nicht verlängert. Seit Sommer war er arbeitslos. Nun schlug sein Stammverein zu. SSV Reutlingen testete den erst 27-jährigen in Testspielen und Trainingseinheiten. Dort konnte er überzeugen. So sehr, dass man den verlorenen Sohn wieder unter Vertrag nahm. Für Lapaczinski die Chance wieder glücklich zu werden und in seiner alten Heimat vielleicht an alte Zeiten anzuknüpfen. Doch statt Nationalmannschaft und Bundesliga erwartet ihn jetzt erstmal Regionalliga Süd.

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