Waldschmidt bringt so viele Qualitäten mit, die vielen Bundesligisten gut zu Gesicht stehen würden. Auch in Köln sind seine Erfahrung und sein starker linker Fuß Gold wert. Wenn es seine ideale Position im aktuellen System geben würde.
Die größten Stärken hat Waldschmidt, wenn er aus zentraler Position kommt. Mit Platz nach vorne, um Stürmer einzusetzen und aus der zweiten Reihe abzuziehen oder bei Bedarf auf die Flügel auszuweichen. Ein Freigeist. Ein Zehner.
Doch der 1. FC Köln wird 2025/2026 wohl eher selten mit einem klassischen Spielmacher auflaufen. Als Schienenspieler wäre Waldschmidt verschenkt. Im zentralen Mittelfeld sind auch defensive Aufgaben gefragt und in der offensiveren Rolle hat Johannesson die Nase vor. Ein klassicher Neuner ist er eher nicht. Auf den Außen in der Dreierreihe fehlt es an Geschwindigkeit.
Trotzdem dürften wir ihn eher auf einem Flügel sehen – in Anbetracht der Konkurrenz wohl eher auf rechts. Oder doch im Zentrum. Gerade dann, solange Ache noch nicht angekommen ist und Bülter sowie Rondic nicht in Form sind.
Dann könnte Waldschmidt die Rolle etwas anders interpretieren. Als zentraler Zielspieler, der sich fallen lässt. Innenverteidiger rauszieht. Räume schafft. Die doppelten Außen einsetzt, die in die Mitte ziehen. Um dann auch regelmäßig in den Strafraum zu ziehen oder aus der Distanz abzuziehen.
Diese Analyse von Waldschmidts Potenzial ist sehr durchdacht. Es ist interessant zu sehen, wie er je nach Konkurrenz differentiiert eingesetzt werden könnte. Die Idee, ihn als zentralen Zielspieler zu nutzen, wäre spannend zu beobachten!