— weerke

Carsharing in der Hansestadt

Mobilität ist ein Thema, das sich im Wandel befindet. Die Zeiten, in denen jeder Erwachsene (zumindest die männlichen) ein eigenes Auto besitzen mussten, sind vorbei. Ich bin in der ehemaligen DDR aufgewachsen. Das jahrelange Warten und die Freude beim Erhalt des KfZ sind heute nicht mehr vorstellbar und auch gar nicht mehr zeitgemäß. Ebenso der unbedingte Wille ein eigenes Auto zu besitzen.

Sicherlich wird es auch in Zukunft noch eine Masse geben, denen es wichtig ist, dass das Automobil einem selbst gehört. Gerade mit Kindern oder in ländlichen Gegenden ist es für mich auch komplett nachvollziehbar. Aber gerade in Großstädten ist das Auto nicht mehr zwingend notwendig. Die öffentlichen Verkehrsmittelnetze sind so gut ausgebaut, dass man problemlos und schnell an den gewünschten Ort kommt. In Hamburg gibt es im Großbereich ja kaum einen Platz, an den man nicht ohne große Anstrengungen kommt.

Ich selber hatte noch nie ein Auto und sehne mich nicht danach. Was ich in den letzten Monaten jedoch lieben gelernt habe, sind die verschiedenen Carsharing-Modelle, die angeboten werden. Denn wenn doch mal selbstständige Mobilität gefragt ist, kann ich mir (meist) problemlos einen fahrbaren Untersatz organisieren und muss mich anschließend nichts um’s Tanken und Säubern kümmern. Von den Versicherungen und Steuern ganz zu schweigen.

Stattdessen investiere ich einige Euro, um von A nach B zu kommen, Lebensmittel einzukaufen oder einen Trip ins Umland zu machen.

car2go, DriveNow, citee car und flinkster

Für die schnelle und problemlose Beförderung von A nach B nutze ich in der Regel car2go.
Man kann von SMART’s halten, was man will. Sie sind in der Stadt einfach unheimlich praktisch. Klein und wendig. Dank Automatik auch für Wenigfahrer wie mich sicher zu bewegen.

Wenn wir doch mal mehr Platz benötigen, weil ein großer Einkauf ansteht oder car2go gerade nicht ansteht, dann schauen wir nach DriveNow.
BMW hat hier eine schöne Flotte aus BMW’s und Mini’s in der Start geparkt. Man sieht die Autos immer öfter. Mehr Fahrgefühl als beim Smart und bezahlbar.

Ebenfalls für Einkäufe, aber auch für Ausflüge ins Umland buchen wir in der Regel bei Citee Car.
Das ist eher der Underdog im Carsharing-Segment. Den kennen wohl eher die wenigsten. Das Unternehmen expandiert in Deutschland gerade enorm und wirbt mir niedrigen Preisen. Ein Blick auf den Anbieter lohnt sich.

Flinkster, das Angebot der Deutschen Bahn kenne ich auch, habe ich aber nie ausprobiert.

Was ich an den verschiedenen Carsharing-Modellen mag ist die unkomplizierte Art, um an ein Auto zu kommen, ohne die dauerhaften Belastungen zu haben. Ich nutze es, wenn ich muss und bin sonst mit den Öffentlichen unterwegs.

Der Trend geht auch in den nächsten Jahren in die Richtung.
Gut also, wenn man in einer Großstadt wie Hamburg wohnt.

[Fotocredit: DriveNow]