— weerke

Freies Internet für alle

In vielen Metropolen wurden in den letzten Monaten Programme, Projekte und Initiativen gegründet, um flächendenkendes Internet in den Städten verfügbar zu machen. Da darf Hamburg natürlich nicht hintenan stehen. Auch in der Hansestadt gibt es Überlegungen, wie man allen Bewohnern und Besuchern einen kostenfreien Internetzugang verschaffen kann.

Der Senat will dazu Hotels, Cafés und Bars dazu ermuntern freie WLAN-Hotspots einzurichten. Doch die Eigentümer versperren sich dem Vorhaben bereits. Speziell aus Angst. Denn sie haben durchaus Befürchtungen, dass der freie Internetzugang für kriminelle Zwecks zweckentfremdet wird. Durchaus nachvollziehbar, da die Anbieter dann juristisch haftbar gemacht werden (können). Hier müssen Lösungen her, um ein flächendeckendes Internetangebot einzurichten. Beispielsweise bereitgestelltes WLAN durch die Stadt, wie es in den öffentlichen Einrichtungen verfügbar gemacht werden soll.

Einen ersten nichtstädtischen Versuch gibt es bereits durch die Initiative Freifunk. Hier werden Anwohner gebeten ihr WLAN freizuschalten. Die Initiative programmiert die Router in Privathaushalten dementsprechend um, damit diese mit anderen Geräten kommunizieren können und damit kostenfreies Internet bereitstellen. 200 Router wurden auf dieser Basis bereits umgerüstet. Doch das reicht nicht mal im Ansatz, um flächendeckendes Internet aufzubauen. Auch hier dürften die Ängste vor Missbrauch eine Verbreitung verhindern.

Wenn es mit dem flächendeckenden Internet in der Hansestadt Hamburg klappen soll, ist die Stadt gefragt. Hier müssen Kooperationen entstehen und die Anbieter von öffentlichen Orten rechtlich abgesichert werden. So lange bleibt es nur ein Wunschtraum.