— weerke

Die sehr junge Schwester vom Dockville

Das MS Dockville ist in Hamburg nicht nur angekommen, sondern wächst stetig weiter. Schon jetzt gilt das Festival bei Musikliebhabern als wichtiges Event in der Stadt. In entspannter Atmosphäre und an toller Location lässt sich gute Musik genießen. Im August ist es wieder so weit und es konnten wieder einige namhafte Künstler verpflichtet werden. Allen voran The Lumineers. Aber auch sonst überzeugt das Lineup und ist für alle jene etwas, die gern auch neue Musik kennenlernen und Bands sehen, die vielleicht erst in einigen Monaten und Jahren erfolgreich und bekannter sein werden.

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Um die Zeit zwischen den jährlichen Festivals zu verkürzen, finden regelmäßige Veranstaltungen statt. Seit diesem Jahr gehört auch das Daughterville dazu. Ein kleines Schwesterfestival, das noch mehr Künstlern eine Plattform geben will. Speziell aus Hamburg und dem Umland. Vorrangig junge Künstler.

Letztes Samstag war es so weit. Da die Karten an der Tageskasse nur zwölf Euro gekostet haben und zudem die Sonne über Hamburg strahlte, fuhren wir mal vorbei. Die Anfahrt mit dem Öffentlichen ist etwas mühselig. Ab Wilhelmsburg ging es circa 15 Minuten mit dem Bus irgendwie Richtung Deich und dann zu Fuß immer weiter ins Grüne. Liebevoll auf den Gehweg gesprühte Pfeile wiesen den Weg.

Die Location ist einfach toll. Viel Grün, viel Wiese, viel Ruhe. Ess-, Getränkestände und Bühne sind in Handarbeit zusammen gezimmert. Alles sehr familiär. Und ich war der große Bruder. Mit über 30 fühlte man sich schon arg alt. Geschätzter Altersschnitt war wohl so um die 18.

 

Viele Teenies, die obercool umhertrollten und sicherlich am nächsten Montag ordentlich was zu erzählen hatten. Schon lange nicht mehr hatte ich so viele Mädchen gesehen, die rauchten. Also pafften. Hauptsache cool. Machen die anderen ja auch. Dazu stolz das Bier vor sich hertragend. Völlig lässig.

Die Musik passte sich an. Sehr jung, sehr unausgereift. Für meinen Geschmack zu viel Hip Hop. Leider wenig wirklich rockiges. Kein guter Singer Songwriter. Ich war aber auch nur wenige Stunden dort und habe mir die Abendstunden nicht mehr angetan. Vielleicht habe ich dort einiges verpasst.

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Für das junge Publikum war es aber sicherlich ein toller Tag und für sie ist es ein großartiges Festival. Wenn es sich finanziell rechnet kann man für die Zielgruppe eine Wiederholung empfehlen. Die älteren Semester sehen sich dann sicherlich auf dem Dockville oder dem Reeperbahn-Festival.