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Mindestlohn für Hamburg

Die Lebenskosten sind in der Hansestadt in den letzten Jahren gestiegen. Hamburg ist eine der teuersten Städte in der Bundesrepublik. Das bringt viele Vorteile mit sich, wenn man bedenkt, welche kulturellen Aktivitäten man in so einer Metropole anbieten kann. Gleichzeitig bedeutet es jedoch auch, dass man sich das Leben leisten können muss. Gerade für Geringverdiener. Ausbeute mit unterbezahlten Arbeiten ist leider Gang und Gebe. Denn wo viele Menschen nach Arbeit suchen, können Löhne gern gdrückt werden. Dem schiebt die Hansestadt nun einen Riegel vor.

Hamburg führt einen Mindestlohn ein. 8,50 Euro ist damit die Untergrenze bei der Entlohnung für Arbeit. Nach Bremen ist Hamburg damit erst das zweite Bundesland, das einen Mindestlohn einführt. Einen Haken hat der Mindestlohn trotzdem. Die Regel gilt nur für Unternehmen, die über Vergabeverfahren für die Stadt arbeiten sowie für Tochterunternehmen Hamburgs.

1,3 Millionen Euro lässt sich der Senat die Maßnahme kosten. Nach aktuellen Schätzungen sind aktuell 300 Beschäftigte für ein Lohn unter 8,50 Euro angestellt. Alle Unternehmen, die nicht direkt und indirekt für die Stadt arbeiten sind davon nicht betroffen. Lohndumping dürfte hier weiterhin Normalität sein. Die Hoffnung bleibt jedoch, dass hier die Arbeitnehmer Möglichkeiten haben, um für faire Entlohnung zu kämpfen.

[Fotocredit: Thomas Klauer  / pixelio.de]