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Das sind Hamburgs Olympioniken

Am 27. Juli starten die Olympischen Sommerspiele 2012. Bis zum 12. August kämpfen die besten (Sommer-)Sportler um die begehrten Medaillen. In London wurde in den letzten Jahren ein riesiges Areal errichtet. Moderne Spielstätten sind deshalb gewährleistet. Die Infrastruktur in der Metropole wurde hinsichtlich des Besucheransturms nochmal modifiziert. Die Einschaltquoten dürften in dieser Zeit gute Werte liefern. Mittendrin sind 30 Hamburger.

Insgesamt schickt der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) 389 Athleten nach England, die in insgesamt 23 Sportarten Deutschland vertreten und Medaillen sammeln sollen.

30 Olympiastarter, das ist immer noch ausbaufähig“, sagt Renko Schmidt, Vorstandsvorsitzender des Teams Hamburg London. „Aber wir haben uns nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ gesteigert. In den fünf Disziplinen, die wir unterstützen können, haben die Athleten realistische Chancen, in den Endkampf zu kommen und Medaillen zu holen.“

Die bekanntesten Sport sind wohl Weitsprung-Europameister Sebastian Bayer sowie die Schwimmbrüder Markus und Steffen Deibler. Als große Goldhoffnung gilt zudem Eric Johannesen, der mit dem traditionsreichen Ruderachter um den Sieg kämpfen wird.

Den größten Hamburger Anteil schicken die Hockeyteams auf die Insel. Allein in der Damen-Nationalmannschaft sind 10 Athletinnen dabei, die ihren Sport in der Hansestadt ausüben. Ein Drittel der Hamburger Gesandtschaft also. Dazu kommen noch Fünf Hockeyherren, was zusammen der Hälfte aller Hamburger Londonstarter ausmacht! Der Grund ist schnell gefunden. Die Hamburger Hockeymannschaften zählen seit jeher zu den besten Deutschlands.

Fotocredit: Tibor Handke / pixelio.de

Natürlich finden sich in der Olympiaauswahl noch einige Wassersportler. Tobias Schadewaldt und Hannes Baumann werden in den Segelwettbewerben an den Start gehen. Bastian Seibt und Lars Wichert versuchen beim Rudern ganz vorne dabei zu sein. Zudem finden sich Friederike Belcher und Kathrin Kadelbach im deutschen Aufgebot. Um ihre Nominierung hatte es einige Diskussionen gegeben, da sie sich – so sagen die Kritiker – in der Qualifikation einen Vorteil verschafft hatten.

Diskuswerfer Markus Münch, der zum ersten Mal zu den Olympischen Spielen fährt und Springreit-Mannschaftsweltmeisterin Janne Friederike Meyer komplettieren das Augebot.
Das sind aber erst 27 Athleten dürfen rechnengewandte Leser nur anmerken. Stimmt, denn drei Sportler werden diesen Jahr auch noch nach London reisen, nehmen aber eine Sonderstellung ein. Maya Lindholm, Edina Müller und Dorothee Vieth werden ihre Leistungen nämlich erst nach den Olympischen Spielen zeigen können. Vom 29. August bis zum 9. September 2012 werden sie bei den Paralympics 2012 um Edelmetall kämpfen. Im Rollstuhlbasketball (Lindholm und Müller) und Handbike werden sie die deutschen Fahnen hochhalten. Wer kann sollte sich diese sportlich betrachteten Hochleistungen unbedingt anschauen. Ich werde während dieser knapp zwei Wochen die Wettkämpfe im Backoffice für r4h.de begleiten. Schaltet mal rein. Seit 2004 ist R4H bei den Paralympics akkreditiert und berichtet als Kooperationspartner des Deutschen Behindertensportverbandes auch in diesem Jahr wieder täglich in mehrstündigen Sondersendungen von den Wettkämpfen und dem Geschehen herum direkt aus London.

Alle deutschen Athleten werden nach den Spielen im übrigen in Hamburg Station machen. Drei Tage nach den letzten Wettkämpfen, also am 15. August 2012 werden sie in der der Hansestadt geehrt. Dazu werden sie mit einem Schiff im Hafen eintreffen und dann einen würdigen Empfang erhalten. Hoffentlich mit vielen Medaillen im Gepäck. Nicht nur durch die Hamburger Olympioniken.