— weerke

Hamburg verliert ein Wahrzeichen

Wenn Touristen über Hamburg sprechen, dann erwähnen sie den Hafen, die Landungsbrücken, die Alster, den Michel. Dazu noch die Reeperbahn und die unzähligen Musicals. Wenn man jedoch eine Skyline von der Hansestadt zeichnet, taucht immer ein riesiges Bauwerk auf, dass im Schatten der Stadt ein Zeichen setzt.

Und täglich von 25.000 Lastern befahren wird, die nun das Ende des Hamburger Wahrzeichens besiegeln. Die Köhlbrandbrücke wird abgerissen. Die millionenschweren Reparaturen lassen sich langfristig nicht mehr rechtfertigen. Das 38 Jahre alte Bauwerk wird deshalb eingestampft und durch eine neue Brücke ersetzt.

„Wir werden demnächst die Planung und die Finanzierung des Ersatzneubaus anstoßen“, sagte jetzt Bürgermeister Olaf Scholz (SPD).

Die neue Brücke wird dann auch noch höher werden. Denn schon jetzt kommen die größten Containerschiffe bei Ebbe nicht mehr hindurch. Dadurch wird gleichzeitig das Wachstum des Hamburger Hafens gesichert.

Insgesamt dürfte die neue Brücke bis zu einer Millarde Euro verschlingen. Wie das finanziert werden soll, steht bisher noch nicht fest. Eventuell könnte eine Maut-Gebühr eimgeführt werden. Doch bis dahin werden noch zigtausende LKW über die Köhlbrandbrücke rauschen.

Wie es dann irgendwann mit der Hamburger Skyline aussieht, wird sich zeigen.