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40.000 Hamburger in neuer Ganztagsbetreuung geplant

Die Integration von Schülern mit Migrationshintergrund hat sich in den letzten Jahre stark verbessert. Nun will Hamburger als Vorreiter die Bildung weiter stärken und steigern. Mit einer bundesweit einmaligen Reform könnte demnächst die ganztägige Bildung und Betreuung an Hamburgs Schulen (GBS) beschlossen werden.

Im ersten Schritt haben sich die Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB) und die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI) mit den Verbänden und Trägern auf einen Landesrahmenvertrag geeinigt. Die Verbände müssen nun ihre Gremien informieren. Wenn dort das OK kommt, könnte es ganz schnell gehen. Details zu den Vereinbarungen bleiben erstmal hinter verschlossenen Türen.

Schulsenator Ties Rabe (SPD) begrüßte die Einigung: „Damit ist der Weg für rund 10.000 zusätzliche Ganztagsplätze in Hamburg geebnet. Mit der Verbindung von Schule und Hort schaffen wir eine neue Qualität im Ganztagsangebot. Schule und Hort können gegenseitig viel voneinander lernen und werden einander bereichern. Gemeinsam mit der offenen Jugendhilfe sorgen sie für ein Ganztagsangebot, in dem sich gute Bildung, liebevolle Pädagogik und das soziale Miteinander im Mittelpunkt hervorragend zusammenfügen.“

Ab der Vorschule steht die GBS allen Schülern ab der ersten Klasse zur Verfügung. Eine Betreuung von 8:00 bis 16:00 Uhr soll dann gewährleistet sein. Am Wochenende teilweise sogar schon ab 6:00. Dabei ist die Teilnahme freiwillig und für alle Schüler kostenlos. Die Behörden rechnen mit 40.000 Grundschülern, die die Betreuung in Anspruch nehmen werden.

Bereits jetzt liegt die Zahl bei 3.000 Schülern. Denn bereits im letzten Sommer startete an 21 Schulen eine Modellphase und weitere sieben Schulen wurden als Pilotschulen auserwählt.

Sozialsenator Detlef Scheele (SPD): „Hamburg betritt mit dieser wegweisenden Reform bundesweit Neuland. Die Einigung mit den Verbänden und den Hortträgern ist ein wichtiger Schritt, um allen Hamburger Kindern gleiche Startchancen zu ermöglichen. Der Bildungserfolg eines Kindes darf nicht mehr von der sozialen Lage seines Elternhauses abhängen.“

Für eine bestmögliche Betreuung sollen jährlich 2,5 Millionen Euro in Mobiliar und insgesamt 100 Millionen Euro in den Kantinenausbau investiert werden. Endlich mal Investitionen in Bildung statt “nur” in Steine. Die Ganztagsschule in Hamburg kann ein Erfolg werden und ein richtiger Schritt in eine bessere Zukunft.