— weerke

Bündnis „Mietenwahnsinn stoppen“

Hamburg ist teuer. Das ist soweit bekannt.

Hamburg wird immer teurer. Das ist fast schon logisch.

Besonders wegen der „Wohnungsarmut“ in der Hansestadt können sich Vermieter wirklich alles erlauben. Kautionen, hohe Kosten für heruntergekommene Wohnungen und überzogene Mieten gehören zum Stadtbild dazu. Kein Wunder, dass manche (Neu)Hamburger monatelang nach einer passenden Bleibe suchen.

Die SAGA-GWG schlägt hier seinen Nutzen draus und erhöht einmal mehr die Mieten.

Um 3,7 % sollen sie Mieten der SAGA-Wohnungen angehoben und damit dem Mietenspiegel angepasst werden.

Bereits vor zwei Jahren gab es teils drastische Erhöhungen.

An sich, findest ich das zwar schlecht für meinen Geldbeutel, aber trotzdem verständlich. Wenn man die SAGA-GWG als unabhängige Wohnungsgesellschaft ansieht. Als ein Unternehmen, dass Gewinne erwirtschaften will. Größtmögliche Einnahmen. Die Nachfrage bestimmt hier das Angebot.

Das Bündnis „Mietenwahnsinn stoppen!“ sieht das jedoch anders.

Aus gutem Grund, denn die SAGA-GWG ist nicht irgendein Wohnungsunternehmen, wie Petra Paul erklärt:

„Städtische Aufgaben wie der Uni-Umbau, die verschleppte Sanierung von Schulgebäuden, der Ankauf der GWG, die Finanzierung großer Teile der Elbphilharmonie werden über die SAGA-GWG betrieben. Damit lässt der Senat Haushaltslöcher über die Mieten und saftige Mieterhöhungen von SAGA-MieterInnen finanzieren. Mit dieser Praxis muss endlich Schluss sein!“

Die Hansestadt macht sich seinen Status als lebenswerte und bereisenswerte Stadt zu Nutzen und verlangt neben der Kulturtaxe auch höhere Mieter. Einwohner und Touristen werden für kostspielige Bauvorhaben zur Verantwortung gezogen. Teils wegen eigens verschuldeter Fehler.

Wie man das findet, sollte jeder für sich selbst entscheiden.