— weerke

Warum eine Anschnallpflicht nicht kommt

Der schwere Unfall vom Mittwoch in Tonndorf hat Spuren hinterlassen. Bei einem Unfall zwischen einem Bus und einem Löschfahrzeug der Berufsfeuerwehr waren zwei Menschen gestorben. 19 wurden bei dem heftigen Aufprall verletzt. Fahrgäste sollen schwer gestürzt sein. Deshalb fragt die Mopo heute: “Kommt jetzt die Gurtpflicht in HVV-Bussen?

Sicherlich muss der Unfallhergang geklärt werden und präventive Maßnahmen getroffen werden. Eine Anschnallpflicht in Bussen gehört sicherlich nicht dazu. Denn die ließe sich im Alltag nicht praktizieren. Die Verkehrsexpertin der SPD-Bürgerschaftsfraktion, Martina Koeppen liefert im selben Beitrag bereits die Gründe.

„Müssen Stehplätze gestrichen werden, wer kontrolliert, ob die Fahrgäste angeschnallt sind, was passiert mit Rollstuhlnutzern, Kinderwagen etc.? Ich habe Zweifel, ob eine Anschnallpflicht im hektischen Großstadtverkehr praktikabel ist.“

Das kann ich nur unterstreichen. Selbst, wenn Gurte auf den Sitzplätzen installiert – und vielleicht gar genutzt – werden, was ist dann mit den Stehplätzen? Sollen die, wie in Fernverkehren üblich verboten werden? Dann müssten nicht nur die Busse umgerüstet, sondern die Taktfrequenzen erhöht werden. Ich stelle mir hierfür nur den Winter vor und die Platzkämpfe und bitterbösen Kommentare, wenn Fahrgäste draußen stehen bleiben und auf den nächsten Bus warten müssen.

Schon heute wird viel mehr gedrängelt, als nötig ist. Ein Stehplatzverbot würde das auf die Spitze treiben. Stattdessen bleiben nur simple Ratschläge. Gut festhalten bei den Fahrgästen und eine vorausschauende Fahrweise der Busfahrer.

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