— weerke

Droht Hamburg ein Fahrverbot?

In diesem Jahr ist die Hansestadt Umwelthauptstadt. Kein Wunder also, dass immer wieder Umweltthemen auf der aktuellen Agenda auftauchen. Jetzt könnte es für Autofahrer ganz dicke kommen. Im Abendblatt wird bereits über ein mögliches Fahrverbot gerätselt.

Ein Gutachten der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, dass jetzt aufgetaucht ist, spielt von “drastischen Eingriffen in den Straßenverkehr”. Damit soll Hamburgs Luft sauberer werden und damit die EU-Richtlinien erfüllen. Diese verlangen einen NO2-Wert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter (im Jahresdurchschnitt). In Hamburg liegt der Wert laut regelmäßigen Messungen bei 54 bis 71!

Hamburg verstößt damit gegen geltendes EU-Recht, was bis zum 30. Juni 2011 jedoch noch nicht geahndet wird. Die Hansestadt wird wahrscheinlich um eine Fristverlängerung bitten. Als Umwelthauptstadt sollte man jedoch versuchen, die Werte schnell und effizient zu senken!

Eine Citymaut oder eine Umweltzone könnten dabei helfen, um den Verkehr in der Stadt zu reduzieren und somit auch die Produktion von Abgasen deutlich zu verringern. Selbst eine externe Initiative könnte helfen. Nach car2go hat die DB Rent gestern sein Carsharing-Modell eingeführt. Drei Stationen für Flinkster-Elektrofahrzeuge wurden im Parkhaus am Hauptbahnhof eröffnet. Der Senat kann nur hoffen, dass das Angebot ebenso angenommen wird, wie das StadtRad. Denn das würde die CO2-Werte merklich senken.

Meine Idee: Die Innenstadt komplett autofrei gestalten. Zur Weihnachtszeit an Shoppingtagen klappt das ohnehin schon super. Lieferanten mit speziellen Genehmigungen und Busse wären die einzigen Fahrzeuge, die sich im Innenstadtbereich bewegen dürfen. Vielleicht würde das einige Autofahrer dazu veranlassen, auf Bus und Bahn umzusteigen.

Klar ist nur eins: Hamburg muss reagieren. Umso früher, umso besser!

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